@Fe Lix für mich war der Weg dorthin sehr lang. Ich glaube, das man das deutlich effektiver und einfacher gestalten kann. Also das wäre wirklich interessant, wie man da eine "Anleitung" konstruieren kann. Ich hatte vor 2,5 Jahren zufällig beruflich mit der bekannten Trauma Spezialistin Verena König zu tun und fand das so interessant, dass ich mir ihr Buch geholt habe (Bin ich traumatisiert). Dort nachgelesen habe ich mich in sehr vielen Symptomen wieder gesehen, aber das Thema schnell wieder verworfen, weil "ich hatte doch ein super leben und eine super Kindheit, wie soll ich denn bitte traumatisiert sein". Zwischendurch dann auch das Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" gelesen, mit dem ich mich vor allem mit vielen Symptomen identifizieren konnte. Aber auch hier konnte ich mich nicht damit identifizieren, dass meine Eltern "schlecht" zu mir gewesen sind oder mich in einer Form traumatisiert haben ( Beide meiner Elternteile sind Psychologen und Sozialpädagogen). Also habe ich das Thema wieder fallen gelassen, weil ich nicht weitergekommen bin. Erst durch ein weiteres Buch von Verena König "Trauma und Beziehungen", welches ich mir nach meiner letzten gescheiterten Beziehung gekauft habe hat mich wieder voll dazu gebracht da weiter zu forschen. Ich hab mich komplett mit allem identifiziert, was in diesem Buch vorkam. Und auch hier habe ich endlich verstanden, dass man nicht eine offensichtliche traumatische erfahrung gemacht haben muss, um traumatisiert zu sein. Vieles kann bereits in der Schwangerschaft oder in den ersten 2 Jahren entstehen, an die man sich nicht erinnern kann. Und vieles sind nebensächliche Dinge, die man von außen als "nicht schlimm" bezeichnen würde, aber dann trotzdem das Nervensystem eines kleines Kindes nachhaltig beeinflussen können. So habe ich den Weg dazu gefunden, wie ich eigentlich schon mein Leben lang von Traumamustern durch mein Leben geleitet werde. Meine Verlassensangst, mein Perfektionismus, meine erlernte Hochsensibilität, Meine Konfliktangst, Mein Selbstwert und dass ich nach der Anerkennung anderer Menschen buhle.