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Das teuerste KI-Missverständnis in Unternehmen heute
Jede Woche ein neues Modell. Jede Woche eine neue Bestenliste. Und jede Woche dieselbe Frage in den Führungsetagen: Haben wir gerade auf das falsche Pferd gesetzt? Diese Frage kostet Unternehmen gerade Millionen. Nicht, weil die Antwort so schwer wäre, sondern weil sie an der falschen Stelle gesucht wird. 🎯 Das Problem mit öffentlichen KI-Rankings Benchmarks suggerieren Objektivität. Sie wirken wie Stiftung Warentest für KI-Modelle. Doch eine umfangreiche Untersuchung von über 445 KI-Benchmarks, durchgeführt unter Beteiligung von Oxford, Stanford und der TU München, kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Weniger als 10 % dieser Tests nutzen reale, vollständige Aufgabenstellungen. Was passiert stattdessen? Modelle werden mit öffentlich verfügbaren Daten trainiert, zu denen auch die Testfragen gängiger Benchmarks gehören. Das Modell löst das Problem also nicht durch Intelligenz. Es ruft gespeicherte Antworten ab. Das ist der Unterschied zwischen "Das Modell kann Mathe" und „Das Modell kennt die Klausur“. Dazu kommt Benchmark Gaming: Anbieter optimieren ihre Modelle gezielt auf populäre Tests, um in Rankings zu glänzen, ohne die tatsächliche Problemlösungskompetenz zu steigern. Bei unbekannten, sauberen Aufgabenvarianten sinkt die Leistung einiger Modelle um bis zu 13 %. Der Fortschritt, den Pressemitteilungen feiern, findet bei echten Unternehmensaufgaben oft schlicht nicht statt. 📊 Was Salesforce anders gemacht hat, und warum Du davon lernen kannst Salesforce hat nicht auf öffentliche Listen gewartet. Das Unternehmen entwickelte interne Benchmarks für CRM-spezifische Aufgaben: Lead-Qualifizierung, Zusammenfassung von Servicefällen, Kundenkommunikation. Die internen Ranglisten sahen komplett anders aus als der öffentliche Hype. Das ist kein Zufall. Das ist Methode. Ein KI-Modell, das auf einem Benchmark-Test Platz eins belegt, kann in Deinem konkreten Workflow deutlich schlechter performen als ein Modell, das drei Plätze dahinter liegt. Die einzige Antwort auf diese Unsicherheit ist der Pilotversuch mit echten Unternehmensdaten.
2 likes • 11d
Danke, Guido. Dies ist einer der besten Berichte, die ich bisher zum Thema „Welche KI?” gelesen habe. Das Ergebnis meiner bisherigen Überlegungen ist, dass ich ChatGPT nicht wechseln werde. ChatGPT erfüllt alle meine Vorgaben und Erwartungen. Sollte Claude oder eine andere KI in einem Bereich einmal führend sein, ist das lediglich eine Momentaufnahme. In drei Monaten kann schon wieder alles anders sein. Wenn die nächste KI-Sau durchs Dorf getrieben wird, nehme ich das lediglich zur Kenntnis. Unabhängig davon teste ich auch mal eine Sache mit einer anderen KI. Beispielsweise habe ich eine „Unternehmerzeitung” von Manus erstellen lassen. Die Probleme meiner Kunden ändern sich nicht durch KI. Aber die Präzision und Schnelligkeit, mit der ich ihre Probleme lösen kann, werden durch die KI zu einem Wettbewerbsvorteil.
Weltmodelle: Die KI-Revolution, die Du noch nicht auf dem Schirm hast
Während alle über ChatGPT reden, passiert das Eigentliche gerade woanders. 🧠 Der blinde Fleck der KI-Debatte Seit Ende 2022 starren wir kollektiv auf Chatfenster. Die flüssige Sprache, die überzeugenden Antworten, die scheinbare Allwissenheit. Und genau darin liegt das Problem: Was uns beeindruckt, ist nicht das, was zählt. Denn Large Language Models (LLMs) wissen alles, was im Internet steht. Aber sie verstehen die physische Welt nicht. Sie haben kein Gefühl für Raum, keine Ahnung von Kausalität, keine Vorstellung davon, was passiert, wenn ein Ball über eine Straße rollt. Sie interpolieren Text. Brillant, schnell und in vielen Kontexten nützlich. Aber das ist keine Intelligenz im eigentlichen Sinne. Die echte Frage ist: Was braucht es, damit eine Maschine wirklich denkt? 📸 Der Moment, der wirklich alles verändert hat In der öffentlichen Erzählung waren es AlphaGo 2016 oder ChatGPT 2022. Für Forscher an der vordersten Front war es keines von beidem. Der eigentliche Wendepunkt war 2015, als Maschinen auf dem ImageNet-Datensatz erstmals besser abschnitten als Menschen bei der Bildklassifizierung. Das klingt technisch, ist aber fundamental: Schachspielen oder Sprachproduktion sind evolutionäre Zusatzleistungen des Gehirns, die wir mühsam erlernen. Visuelle Wahrnehmung hingegen ist eine überlebenswichtige Fähigkeit, tief verankert, über Jahrmillionen optimiert. Wenn eine Maschine das kann, was unser Gehirn für das Überleben braucht, dann reden wir über etwas anderes als Textvorhersage. 🌍 Was ein Weltmodell ist, und warum es LLMs fundamental übersteigt Ein LLM berechnet Wahrscheinlichkeiten. Welches Wort kommt als Nächstes? Das ist ein statistischer Prozess, nicht mehr und nicht weniger. Ein Weltmodell baut eine innere Repräsentation der Realität auf. Es versteht Objekte, ihre Eigenschaften, ihre Beziehungen zueinander, ihre Bewegung im Raum. Es kann vorhersagen, was als Nächstes passiert, nicht, weil es ähnliche Sätze gesehen hat, sondern weil es die zugrundeliegende Physik modelliert.
1 like • 11d
Ich nutze ChatGPT für Recherchen aller Art und diskutiere alles aus, bis ins kleinste Detail. KI erledigt halt alles wesentlich schneller.
Deine KI-Erinnerungen umziehen lassen 🧳
ChatGPT weiß nach Monaten ziemlich genau, wie Du tickst. Dein Schreibstil, Deine Projekte, Deine Vorlieben. Und genau das war bisher das Problem beim Wechsel zu einem anderen Tool. Du fängst wieder bei Null an. Das ist jetzt vorbei. 🔄 Claude hat eine Import-Funktion eingebaut, mit der Du Deine gespeicherten Daten aus ChatGPT, Gemini oder Grok direkt übertragen kannst. Der Ablauf ist simpel: 1️⃣ Du gehst auf claude.com/import-memory und kopierst den vorgefertigten Prompt. 2️⃣ Den Prompt fügst Du in ChatGPT (oder Gemini/Grok) ein. Die KI spuckt alles aus, was sie über Dich gespeichert hat: Tonalität, Projekte, Arbeitsweise, Anweisungen 3️⃣ Du kopierst das Ergebnis und fügst es in Claudes Memory-Einstellungen ein. Fertig. Claude kennt Dich jetzt so, als hättet Ihr schon Monate zusammengearbeitet. ⚠️ Wichtig: Schau Dir vorher an, was ChatGPT über Dich gespeichert hat. Da sammelt sich auch veralteter oder falscher Kram an. Lieber einmal aufräumen, bevor Du alles rüberschiebst. 📌 Die Funktion ist verfügbar ab dem Pro-Plan. Die Integration kann bis zu 24 Stunden dauern, geht in der Praxis aber meistens schneller. Jetzt mal ehrlich: Wer von Euch hat das schon ausprobiert? Und wie waren Eure Erfahrungen dabei? Hat Claude Eure Daten sauber übernommen oder musstet Ihr manuell nachbessern? 👇
Deine KI-Erinnerungen umziehen lassen 🧳
6 likes • Mar 17
Das ist erstaunlich was heutzutage schon möglich ist. Wo wird das noch hinführen?
7 likes • Mar 17
@Guido Jureit Jede Woche gibt es Neuigkeiten und neue Möglichkeiten. Und jetzt das, dass ich die Kenntnisse, die ChatGPT über mich gesammelt hat, auf andere KI-Tools übertragen kann.
Dein Februar 2020-Moment passiert gerade – nur diesmal mit KI
Erinnerst Du Dich noch an Anfang 2020? Vor sechs Jahren hast Du Urlaube geplant und Hände geschüttelt, während die Welt bereits kippte. Genau in so einem Moment steckst Du jetzt wieder. Nur dass es diesmal nicht um ein Virus geht, sondern um eine technologische Welle, die alles unter Wasser setzt, was Du über Arbeit zu wissen glaubst. 🌊 Der KI-Analyst Mat Shumer hat einen Essay veröffentlicht, der es auf den Punkt bringt. Wir befinden uns in der Phase, in der die meisten noch sagen "Das ist doch alles übertrieben." Währenddessen schaffen die Entwicklungen der letzten sieben Tage bereits Fakten, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Was ist passiert? GPT 5.3 Codex hat die Grenze zwischen Assistent und digitalem Mitarbeiter endgültig gesprengt. Die Spark-Variante spuckt dank eines Deals mit Cerebras 1.000 Token pro Sekunde aus – 15-mal schneller als das Standardmodell. Aber der eigentliche Hammer ist ein anderer: GPT 5.3 Codex war maßgeblich an seiner eigenen Entwicklung beteiligt. Die KI hat beim Debugging geholfen, Testergebnisse diagnostiziert und fundamentale Architekturbeiträge geleistet. Die Maschine baut sich also selbst. 🔄 Für Dich als Unternehmer bedeutet das konkret: Die KI liefert keine halbfertigen Entwürfe mehr, die Du stundenlang nachbearbeiten musst. Sie liefert fertige, sofort einsetzbare Ergebnisse. Deine Rolle verschiebt sich vom Ausführenden zum Architekten, der Ziele in normaler Sprache formuliert. Und dann ist da China 🇨🇳 Während OpenAI Mauern hochzieht, flutet China den Markt mit Open-Source-Modellen. GLM-5 von Zhipu AI kommt mit 744 Milliarden Parametern und schlägt GPT 5.2 in den Benchmarks. Die Kosten? 20-mal niedriger als bei westlichen Modellen. Die US-Sanktionen gegen Nvidia haben sich als strategisches Eigentor erwiesen. Weil Einzelchips limitiert wurden, hat Huawei sich auf Chip-Cluster-Architektur konzentriert. Das Ergebnis: Rechenzentren mit 60-mal schnelleren Datenverbindungen als vergleichbare Nvidia-Cluster. Chinas technologische Unabhängigkeit steht.
Dein Februar 2020-Moment passiert gerade – nur diesmal mit KI
5 likes • Feb 15
Ich überlege, auf ChatGPT Pro umzusteigen und dafür 200 Dollar pro Monat zu investieren. Schon die 20-Dollar-Version liefert hervorragende Ergebnisse. Ich habe ChatGPT gefragt, weshalb ich umsteigen sollte. Es gibt unschlagbare Argumente, die mir ChatGPT zusammen mit einem zu meinen Aufgaben passenden Testplan für einen Monat gegeben hat.
3 likes • Feb 16
@Guido Jureit Darüber sprechen wir gerne einmal miteinander.
Schlagabtausch der Giganten: 6 KI-Takeaways, die den Markt gerade radikal umkrempeln
Die KI-Welt erlebt derzeit einen historischen Wendepunkt, der eher an einen technologischen Super-Bowl erinnert als an klassische Softwarezyklen Der aktuelle Machtkampf zwischen OpenAI, Anthropic und Google hat eine Intensität erreicht, die über bloße Benchmarks hinausgeht – es ist ein Kampf um die strategische Vorherrschaft in der globalen Wertschöpfungskette. Wir beobachten nicht weniger als die Geburtsstunde einer neuen ökonomischen Ära, in der vertikale Integration und die Skalierung von Intelligenz die Spielregeln von Silicon Valley bis zur Wall Street neu definieren. In dieser Woche haben sich die Ereignisse überschlagen: Von orbitalen Rechenzentren bis zum Billionen-Verlust bei SaaS-Giganten. Hier sind die sechs wichtigsten Takeaways, kompakt und analysiert für die digitale Elite. 1. Der Super-Bowl-Beef: Elitismus vs. demokratisierte Skalierung Der Wettbewerb zwischen Anthropic und OpenAI ist in der "Dirty Marketing“-Phase angekommen. Anthropic attackierte OpenAI mit Super-Bowl-Trailern, die Werbung in KI-Modellen als störend und vertrauensunwürdig verspotten – eine klare Reaktion auf OpenAIs Pläne, ChatGPT durch Anzeigen zu refinanzieren. Aus strategischer Sicht ist dies ein Kampf der Geschäftsmodelle: Elitismus vs. Scale. Während Anthropic sich als sauberes Premium-Produkt für eine zahlungskräftige Elite positioniert, setzt Sam Altman auf die Demokratisierung durch Masse. Seine Reaktion auf die Clips fiel entsprechend scharf aus: „Die Werbespots sind witzig, aber ich frage mich, wieso Anthropic sich öffentlich für so etwas Unehrliches entscheiden sollte. Unser wichtigster Grundsatz für Werbung besagt, dass wir genau das nicht tun würden. [...] „Mehr Leute in Texas nutzen ChatGPT Free als Claude in den gesamten USA.“ Altman entlarvt Anthropics Positionierung als Nischenstrategie. OpenAI muss die immensen Token-Kosten für hunderte Millionen Nutzer decken, was Werbung zur ökonomischen Notwendigkeit macht, um den Zugang für die breite Masse kostenfrei zu halten.
Schlagabtausch der Giganten: 6 KI-Takeaways, die den Markt gerade radikal umkrempeln
7 likes • Feb 11
1. Wenn KI bald wissenschaftliche Durchbrüche im Alleingang erzielt, dann stellt sich mir heute schon die Frage: Für wen? 2. Wie definierst Du "den menschlichen Experten" der (nahen) Zukunft?
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Horst D. Deckert
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@insider
Deine Strategie ist falsch! Ich zeige Unternehmern, wie sie mit mehr Idealkunden mehr Gewinn erzielen und konkurrenzlos statt austauschbar werden.

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Joined Jul 21, 2024
Paraguay