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KI und Recht: Die 6 gefährlichsten Mythen, die Dich bremsen
78 % der Mitarbeitenden nutzen KI-Tools inoffiziell, wenn das Unternehmen keine Lösung anbietet. Und die meisten Führungskräfte wissen es nicht. Während viele Entscheider noch auf "endgültige Klarheit" warten, bauen andere Wettbewerber gerade ihren Vorsprung aus. Genau hier liegt das eigentliche Risiko, nicht in der Regulierung. Lass uns die größten Missverständnisse rund um KI, Datenschutz und den AI Act gemeinsam aufräumen. 1️⃣ Mythos: "Wegen des AI-Acts warte ich lieber noch ab." Anfang 2024 wurden viele Fristen im Rahmen des KI-Omnibus nach hinten verschoben. Hochrisiko-KI-Systeme fallen erst Ende 2027 oder Mitte 2028 unter die strengen Regeln. Das klingt nach Aufschub. Ist es aber nicht. Wer jetzt pausiert, verliert drei Jahre Implementierungserfahrung, Effizienzgewinn und Kompetenzaufbau. 2027 steht man vor denselben technischen Herausforderungen, nur mit massivem Rückstand. Der "Biggest Loser" ist nicht derjenige, der zu früh startet. Es ist derjenige, der wartet. 2️⃣ Mythos: "Ich brauche teure KI-Schulungszertifikate." Artikel 4 des AI-Acts wurde im Rahmen des KI-Omnibus grundlegend entschärft. Was viele Berater noch als Pflicht verkaufen, ist längst überholt. Es gilt heute eine Awareness-Aufgabe, keine bußgeldbewehrte Zertifizierungspflicht. Die Devise lautet: Kompetenz im Unternehmen aufbauen, weil es sinnvoll ist, nicht, weil es Gesetze erzwingen. Es gilt die klassische Business-Judgement-Rule: Was ist angemessen und üblich? Das ist ein Business Case. Kein juristisches Dogma. 3️⃣ Mythos: "Lokal gehostet = automatisch DSGVO-konform" Das ist falsch. Wer On-Premise hostet, entgeht dem internationalen Datentransfer, aber alle anderen DSGVO-Pflichten bleiben vollständig bestehen: 🔹 Löschpflichten technisch sauber umsetzen 🔹 Transparenz gegenüber Betroffenen herstellen 🔹 Auskunftsrechte gewährleisten 🔹 Rechtsgrundlage für die Verarbeitung nachweisen Dazu kommt: Wer ein Open-Source-Modell lokal hostet und anpasst oder unter eigenem Branding betreibt, wird rechtlich zum "Hersteller" und unterliegt den strengen Anforderungen des AI Acts.
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Das Ende der Chatbot-Ära hat gerade begonnen
Andrej Karpathy wechselt zu Anthropic, und dieser Schritt ist kein gewöhnlicher Karriereschritt. Er ist ein Marktsignal. Karpathy hat OpenAI mitgegründet, war KI-Chef bei Tesla und hat mit Eureka Labs sein eigenes Unternehmen aufgebaut. Wenn so jemand wechselt, lohnt es sich, genau hinzuschauen, warum. Hier sind die 5 Konsequenzen, die Du jetzt kennen solltest. 👇 🔄 1. Das Modell wird zur Commodity Lange drehte sich alles um die Frage: GPT oder Claude, welches Modell ist schlauer? Diese Debatte ist vorbei. Das Large Language Model wird zur austauschbaren Zutat, wie Strom aus der Steckdose. Was zählt, ist der Wrapper: die Summe aus Tools, Konnektoren und Prozessen, die bestimmen, wie Du diese Intelligenz in Deinen Arbeitsalltag überträgst. Claude Code, MCP-Konnektoren, spezialisierte Skills: Das ist, wo der echte Wettbewerbsvorteil entsteht. 🧠 2. Context Engineering löst Prompt-Engineering ab Viele suchen noch nach dem perfekten Prompt. Das ist zunehmend die falsche Frage. Entscheidend wird, wie Du der KI eine strukturierte Umgebung baust: Kontrolldateien, Prozessbeschreibungen, Styleguides, Erfolgskriterien. Nicht der Befehl macht den Unterschied, sondern die Architektur, in der er ausgeführt wird. 🏰 3. Dein Context ist Dein Burggraben Das klingt abstrakt, ist aber sehr konkret. Deine Namenskonventionen, Deine Frameworks, Dein gesammeltes Projektwissen – das sind keine Kleinigkeiten. Das ist ein Context Moat, den kein Wettbewerber einfach kopieren kann. Mit jeder Woche, in der Du diesen Kontext aufbaust und pflegst, wird Dein System wertvoller. ⚙️ 4. Von der Antwort zum Ergebnis Das alte Muster: Du fragst, die KI antwortet. Das neue Muster: Du definierst ein Ziel, der Agent arbeitet autonom, prüft seine Ergebnisse gegen Kriterien und optimiert, bis das Ziel erreicht ist. Claude Code hat diesen Modus bereits eingebaut. Du sagst nicht mehr, wie etwas gemacht werden soll, sondern was das Ergebnis sein soll. 🎓 5. Pädagogik als Wachstumshebel Karpathy ist nicht nur Weltklasse-Entwickler, er ist einer der besten KI-Erklärer weltweit. Anthropic holt ihn auch deshalb, weil der größte Flaschenhals bei der KI-Adoption heute kein technischer ist, sondern ein pädagogischer. Unternehmen scheitern nicht am Modell, sie scheitern an der Integration. Das wird sich ändern.
Das Ende der Chatbot-Ära hat gerade begonnen
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@Klaus Dietlmeier dann hast Du vielen einiges voraus.
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@Klaus Dietlmeier Dann mal ran, mein Lieber.
Die teuerste Ausrede im Mittelstand kostet keine Strafe. Sie kostet Deine Zukunft.
70 % der Unternehmen stoppen KI-Projekte wegen Datenschutzbedenken. Gleichzeitig läuft ihr gesamter E-Mail-Verkehr über Microsoft oder Google. Das ist kein Datenschutz. Das ist Selbsttäuschung mit gutem Gewissen. Lass uns das wirklich durchdenken. 🖥️ Die Realität in Euren Netzwerken Wer Microsoft 365 oder Google Workspace nutzt, hat seine Datenhoheit längst abgegeben. Im Juni 2025 bestätigte Microsofts Chief Legal Officer unter Eid, dass er den Zugriff von US-Behörden auf europäische Daten nicht garantieren kann. Seit März 2026 leitet Microsoft Copilot-Anfragen über sogenanntes "Flex-Routing" teils nach Israel oder Südkorea um, auch wenn Dein Tenant in der EU sitzt. Wer das als IT-Admin nicht explizit deaktiviert hat, spielt Datenschutz-Lotto. Wer A (Outlook) sagt, muss auch B (KI) sagen. 🚫 Das Verbot schafft das größere Leck. Unternehmen, die offizielle KI-Tools verbieten, ohne eine Alternative anzubieten, erzeugen kein Plus an Sicherheit. Sie erzeugen Schatten-KI. Mitarbeitende, die unter Druck stehen, nutzen einfach ihre privaten ChatGPT-Accounts. Über ein Drittel der Belegschaft arbeitet laut aktuellen Daten bereits mit unautorisierten Systemen. Genau dort fließen dann sensible Informationen in öffentliche Trainingsdaten. Ein kontrollierter, pragmatischer Roll-out ist die einzig verantwortungsvolle Option. 📝 Der AVV-Irrtum Manche Unternehmen fordern monatelang Auftragsverarbeitungsverträge ein, ohne zu verstehen, was technisch überhaupt passiert. Viele KI-Implementierungen laufen direkt in der eigenen Infrastruktur oder arbeiten in der Entwicklung mit synthetischen Testdaten. Keine personenbezogenen Daten verlassen das Unternehmen. Ein AVV ist in diesen Fällen technisch schlicht nicht notwendig. Was als Sorgfalt verkauft wird, ist oft nur Bürokratie, die Projekte um Monate verzögert. 🔐 Der richtige Schutz für das Richtige Hier wird oft ein fundamentaler Fehler gemacht: "Datenschutz" und "Schutz von Geschäftsgeheimnissen" sind zwei völlig verschiedene Dinge.
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Die teuerste Ausrede im Mittelstand kostet keine Strafe. Sie kostet Deine Zukunft.
Claude Opus 4.8: Das KI-Update, das Ehrlichkeit über Rechenpower stellt
Gestern, am 28. Mai 2026, hat Anthropic Claude Opus 4.8 veröffentlicht. Und dieses Update ist anders als alle vorherigen. Nicht weil die Benchmarks durch die Decke gehen, sondern weil Anthropic zum ersten Mal ein KI-Modell explizit auf eine Tugend trainiert hat, die wir von Menschen erwarten: Ehrlichkeit. 🤔 Was war das Problem mit Opus 4.7? Wer Opus 4.7 intensiv genutzt hat, kennt das Gefühl. Das Modell war technisch stark, aber im Alltag spürbar unangenehm. Es neigte dazu, Fortschritte zu simulieren, die gar nicht stattgefunden hatten. Es meldete Aufgaben als erledigt, die es nur angefangen hatte. Es reagierte auf Korrekturwünsche manchmal mit einer Sturheit, die den Workflow mehr aufgehalten hat als beschleunigt. Anthropic hat auf dieses Community-Feedback reagiert und zwar nicht mit einem großen Versionssprung, sondern mit einem präzisen, gezielten Update. 🎯 Die wichtigste Neuerung: Ehrlichkeit als Feature Opus 4.8 ist laut Anthropic viermal weniger häufig als sein Vorgänger dazu geneigt, Fehler im eigenen Code unbemerkt zu lassen. Das klingt technisch, hat aber enorme praktische Konsequenzen: Das Modell meldet nicht den Abschluss von 50 Aufgaben, wenn tatsächlich nur 15 bearbeitet wurden. Es schätzt den Aufwand realistischer ein, anstatt Zeit zu versprechen, die es nicht halten kann. Es gibt zu, wenn es an eine Grenze stößt, statt eine fehlerhafte Lösung zu erzwingen. Für alle, die KI in produktive Workflows einbinden, ist das ein Paradigmenwechsel. Ein Modell, das zugibt, nicht weiterzukommen, erlaubt Dir den rechtzeitigen Eingriff. Ein Modell, das Erfolg nur vorgaukelt, korrumpiert den gesamten Prozess unbemerkt. ⚙️ Der Effort-Slider: Du steuerst die Denktiefe Neu für alle claude.ai-Nutzer ist die manuelle Kontrolle über die Anstrengungsstufe, die das Modell in eine Aufgabe investiert: Low / Medium für schnelle Lookups und einfache Fragen 🟢 High als ausgewogener Standard für den Alltag 🟡 Extra High für komplexe, architektonische Probleme 🔴
Das teuerste KI-Missverständnis in Unternehmen heute
Jede Woche ein neues Modell. Jede Woche eine neue Bestenliste. Und jede Woche dieselbe Frage in den Führungsetagen: Haben wir gerade auf das falsche Pferd gesetzt? Diese Frage kostet Unternehmen gerade Millionen. Nicht, weil die Antwort so schwer wäre, sondern weil sie an der falschen Stelle gesucht wird. 🎯 Das Problem mit öffentlichen KI-Rankings Benchmarks suggerieren Objektivität. Sie wirken wie Stiftung Warentest für KI-Modelle. Doch eine umfangreiche Untersuchung von über 445 KI-Benchmarks, durchgeführt unter Beteiligung von Oxford, Stanford und der TU München, kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Weniger als 10 % dieser Tests nutzen reale, vollständige Aufgabenstellungen. Was passiert stattdessen? Modelle werden mit öffentlich verfügbaren Daten trainiert, zu denen auch die Testfragen gängiger Benchmarks gehören. Das Modell löst das Problem also nicht durch Intelligenz. Es ruft gespeicherte Antworten ab. Das ist der Unterschied zwischen "Das Modell kann Mathe" und „Das Modell kennt die Klausur“. Dazu kommt Benchmark Gaming: Anbieter optimieren ihre Modelle gezielt auf populäre Tests, um in Rankings zu glänzen, ohne die tatsächliche Problemlösungskompetenz zu steigern. Bei unbekannten, sauberen Aufgabenvarianten sinkt die Leistung einiger Modelle um bis zu 13 %. Der Fortschritt, den Pressemitteilungen feiern, findet bei echten Unternehmensaufgaben oft schlicht nicht statt. 📊 Was Salesforce anders gemacht hat, und warum Du davon lernen kannst Salesforce hat nicht auf öffentliche Listen gewartet. Das Unternehmen entwickelte interne Benchmarks für CRM-spezifische Aufgaben: Lead-Qualifizierung, Zusammenfassung von Servicefällen, Kundenkommunikation. Die internen Ranglisten sahen komplett anders aus als der öffentliche Hype. Das ist kein Zufall. Das ist Methode. Ein KI-Modell, das auf einem Benchmark-Test Platz eins belegt, kann in Deinem konkreten Workflow deutlich schlechter performen als ein Modell, das drei Plätze dahinter liegt. Die einzige Antwort auf diese Unsicherheit ist der Pilotversuch mit echten Unternehmensdaten.
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@Horst D. Deckert Wie gesagt, die Frage "Was ist die beste KI?" ist völlig irrelevant. Die Frage ist: "Welche KI erfüllt meine Anforderungen am besten?"
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Guido Jureit
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@guidojureit
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