Ein Mitarbeiter sagt etwas Kritisches im Meeting. Anja weiß bis heute nicht mehr, was genau. Aber sie weiß noch genau, was in ihr passiert: dieser eine Satz, der alles kippen lässt. Sie packt ihre Sachen. Meldet sich krank. Geht nie wieder zurück in das Büro. Vorher: erfolgreiche Führungskraft, viele Projekte, kaum Zeit für Familie, ihr Vater gerade gestorben, Beerdigung organisiert und am nächsten Tag wieder im Büro gesessen. Danach: ein Spaziergang, auf dem sie stehen bleibt und nichts mehr fühlt. Keine Leere, die man beschreiben kann, eine Leere, die einfach da ist. "Wer bin ich, wenn ich keine Führungskraft bin?" Sie wusste es nicht. Sie wusste, was andere über sie sagten. Aber nicht, wer sie aus sich selbst heraus ist. Heute nennt Dr. Anja Welschhoff das ihr Sicherheitszentrum, eine innere Kugel, in der ihr Vertrauen gebunkert ist, egal was passiert. Nicht, weil sie alles im Griff hat. Sondern weil sie gelernt hat: Man muss nicht den zehnten Schritt kennen, um den ersten zu gehen. Als sie sich später von ihrem Mann trennte, hatte sie null Plan. Kein Konzept fürs Geld, keins für die Tochter, nichts. Nur die Klarheit: Ich muss es aussprechen. Der Rest hat sich gefügt. Manchmal ist die mutigste Entscheidung nicht die, für die du schon alle Antworten hast. Sondern die, bei der du losgehst, obwohl du sie noch nicht hast. Welche Entscheidung schiebst du gerade vor dir her, weil du noch nicht den ganzen Weg siehst? Die neue Folge von The Networkerin: In Resonanz mit Dr. Anja Welschhoff, über Burnout, Selbstliebe und die Frage, die sie durch jede Krise trägt: Wo ist hier das Geschenk? 🎙 Podcast-Folge direkt hier anhören: https://open.spotify.com/episode/3ZqpeBi5KO19hx1EB1mgPE?si=Q4tlsx8lS9ajGgvUCRUY8w&utm_source=native-share-menu&sci=spotify%3Acard-config%3A1wpCSFT5M2qG2h4b6Fm3YY Hier kommst du direkt zu meinem Profil und dann zum Beitrag: