Die Skepsis gegenüber dem Suno- und Udio-Einheitsbrei ist absolut on-point. Auf Knopfdruck gibt’s da meistens nur seelenlose Fast-Food-Tracks, die die Playlists überschwemmen. Klar, Ehre wem Ehre gebührt: Ein paar Leute – gerade hier in der Community – feilen noch selbst an den Lyrics und bändigen die KI mit cleveren Tags. Aber das ist die absolute Ausnahme. Der Rest drückt einfach auf Start und träumt vom schnellen Geld mit null Aufwand. Genau da müssen wir die Grenze ziehen. Es gibt nämlich einen riesigen Unterschied zwischen fauler Vollautomatik und smartem Studio-Support. Wenn du Profi-Tools wie Synthesizer V für Vocals, die Mixing-Waffen von iZotope oder clevere Sounddesign-Synths wie Synplant anschmeißt, spucken die dir keinen fertigen Track aus. Die Seele des Songs – Melodie, Akkorde, Vibe und Lyrics – musst du immer noch selbst aus dem Ärmel schütteln. Die KI poliert am Ende nur den Sound oder gibt den Vocals den letzten Schliff. Das ist kein kreativer Kontrollverlust, sondern modernes Handwerk. Genau denselben Aufschrei gab es damals schon bei der Einführung von Synthesizern oder Autotune. Da der Kommerz-Zug eh nicht mehr zu stoppen ist, pushen Verbände wie RIAA und BVMI gerade eine glasklare Trennung zwischen „KI-generiert“ und „KI-unterstützt“. Verkauft wird uns das als nackte Transparenz: Der Hörer soll sofort checken können, ob echter Schweiß im Track steckt oder nur ein nimmersatter Algorithmus. Klingt im ersten Moment nach einem starken Move, damit das Spiel für echte Artists fair bleibt. Doch erst nach ein bisschen Recherche checkt man den wahren Hintergrund: Am Ende fällt für die großen Labels und Player dadurch einfach noch mehr Geld ab, weil sie mit solchen Regelungen vor allem ihre eigenen, gigantischen Kataloge und Marktanteile schützen. Am Ende entscheidet sowieso der Hörer, was durch die Boxen pumpt – da rettet uns im Zweifel auch kein Label-Sticker.