Jan 31 (edited) • Impulse
A Day in our Life... Ein typischer Schulmorgen
Unseren Alltag gestalten wir anders als alle Familien, die wir kennen - auch hier in Thailand.
Für uns ist das inzwischen so zur Normalität geworden, dass wir oft vergessen, wie stark wir auf unsere Kinder eingehen - und uns regelmäßig denken, dass ja eigentlich alles relativ unkompliziert in unserem Leben ist. Und das stimmt auch, aber dafür haben unsere Perspektive und unsere Prioriäten sehr stark geändert.
Hier beschreibe ich unseren Alltag - den wir sehr anders gestalten als alle anderen Familien, die wir kennen - auch hier in Thailand. Für uns ist das inzwischen so zur Normalität geworden, dass wir oft vergessen, wie stark wir auf unsere Kinder eingehen - und uns regelmäßig denken, dass ja eigentlich alles relativ unkompliziert in unserem Leben ist. Und das stimmt auch, aber dafür haben unsere Perspektive und unsere Prioriäten sehr stark geändert.
Hanna ist 12,5 Jahre alt und Niklas ist fast 14 - und alles was ich hier schreibe, kann sich ich jederzeit wieder ändern. Flexibel auf Bedürfnisse reagieren zu können ist bei uns Gamechanger Nr. 1.
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Ich wache zwischen 6 und 7 Uhr auf - manchmal auch früher - und setze mich dann meist gleich an den Laptop (oft auch im Bett). Morgens ist meine produktivste Zeit, da funktioniert mein Gehirn am besten und ich kann ungestört sein.
Wenn Bert munter wird, geht er in die Küche im unteren Stockwerk, trinkt seinen Kaffee, räumt auf, bereitet Frühstück und Jause vor, sitzt in der Sonne und denkt nach oder kümmert sich um andere ToDos - und wartet bis er gebraucht wird. Momentan ist er für die Morgenbetreuung zuständig, damit ich in Ruhe arbeiten kann und ich springe ein, wenn ich gebraucht werde.
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Um 8:00 Uhr klingelt Hannas Wecker. Sie will selbstbestimmt aufwachen, damit sie vor der Schule noch genügend Zeit für sich hat. Ihr erster Griff ist zum Tablet und sie schaut Videos und telefoniert oder tauscht WhatsAppps mit ihren Freunden aus. Sie braucht das, um entspannt in den Tag starten zu können.
Irgendwann ruft Hanna durch das ganze Haus (oder schickt eine WhatsApp): "Gibt es Frühstück"? Momentan bedeutet das Pfannkuchen oder Kaiserschmarrn und Kakao, das ändert sich aber phasenweise.
Hanna bekommt ihr Frühstück ins Bett serviert (auch das ist wichtig für sie, damit es morgens keinen Stress gibt) dann macht sie sich selbstständig fertig und ist um 9:40 bereit zur Abfahrt zur Schule.
Wir lassen sie in der Früh einfach in Ruhe, sprechen nur das Nötigste mit ihr, sind aber immer sofort zur Stelle, wenn sie etwas braucht. Momentan funktionieren die Morgen mit Hanna sehr gut - solange alles so abläuft, wie sie das im Kopf hat und wenn nicht ein unerwartetes Problem auftritt.
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Um spätestens 9 Uhr ist es Zeit, Niklas aufzuwecken. Er tut sich abends oft schwer, einzuschlafen. Zu viele Gedanken im Kopf... auch ich hatte das früher (nun bin ich immer so müde, dass ich fast sofort einschlafe). Niklas schläft als einziger im unteren Stockwerk - übrigens erst seit wenigen Monaten alleine in seinem Zimmer. Oft höre ich ihn sehr spät noch herumschleichen, Wasser oder Joghurt in der Küche holen oder sogar noch einen Tiefkühl-Tortilla in der Pfanne warm machen.
Dementsprechend schläft Niklas morgens oft länger - und ich hasse es, in aufwecken zu müssen. Das erinnert mich auch immer an den Stress, den wir morgens in Österreich hatten - ich glaube schon alleine deshalb wäre ein klassisches Leben für uns unmöglich, weil Niklas dann einfach zu wenig Schlaf bekäme. Auch für Hanna war es wahnsinnig schwierig, so früh aus dem Bett zu müssen und vor allem im Winter bei Kälte in die Schule zu gehen.
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Wenn Niklas munter ist, bleibt er noch eine Weile mit seinem Handy im Bett liegen, dann zieht er sich an, setzt sich vor den PC, isst dort (selbstgemachtes) Knäckebrot mit Käse - und ab 9:30 Uhr erinnern wir ihn daran, sich die Zähne zu putzen und sich fertigzumachen.
Diese Phase hatte lange Zeit Eskalationspotenzial, denn Hanna will um Punkt 9:40 losfahren, während Niklas morgens sehr langsam ist - und lange Zeit durften wir ihn auf keinen Fall unter Druck setzen, sonst wurde er noch langsamer, während Hanna immer gestresster wurde.
Wenn alles gut geht (und das ist inzwischen meistens so), bringt einer von uns zwei gut gelaunte Kinder mit dem Roller in die Schule - und dann haben wir beide bis 15 Uhr "Kinderfrei" (3-4 x pro Woche). Wir hatten aber auch schon Phasen, in denen wir mit 2 Rollern fahren mussten, 1-2 sehr schlecht gelaunte Kinder transportierten oder eines der Kinder aufgrund einer kleinen Situation, die schief gelaufen ist, doch nicht in die Schule konnte.
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Bert und ich frühstücken je nachdem, wann es gerade passt und wie es die Situation verlangt - manchmal gemeinsam, manchmal alleine, manchmal bevor wir die Kinder in die Schule bringen und manchmal danach.
In Zukunft schreibe ich gerne weitere Beiträge zu unserem Tagesablauf - Schule, Arbeit, Freizeitaktivitäten, Schlafen, Essen... schreibt mir gerne eine Nachricht, was euch am meisten interessiert!
Alles Liebe, Martina🌻
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9 comments
Martina Franzl
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