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Ich sehe ständig, wie Menschen ChatGPT oder Claude so bedienen, als wäre es eine intelligente Google-Suchleiste. Man tippt eine Frage ein, erwartet eine richtige Antwort zurück.
Aber diese beiden Dinge sind fundamental verschieden.
Google findet für Dich Inhalte, die irgendwo existieren. Der Index ist statisch. Die Qualität hängt davon ab, ob jemand das Thema online gut dokumentiert hat. Du suchst nach Fakten.
Ein LLM generiert Antworten basierend auf Wahrscheinlichkeiten und Mustern aus seiner Trainingszeit. Es halluziniert. Es hat keine Quellen-Garantie Aber es kann kontextuell denken, iterieren, umdenken.
Das bedeutet konkret: Wer bei einer Google-Suche eine präzise Query eingibt und die beste Antwort erwartet, wird bei LLMs enttäuscht. Wer LLMs nutzt wie eine Suchmaschine, nutzt sie auf etwa 20% ihrer tatsächlichen Kraft.
Die richtige Nutzung eines LLM ist eher handwerklich. Du brauchst mehrere Iterationen. Du musst Kontext geben. Du musst nachfragen, widersprechen, präzisieren. Es ist ein Dialog, keine Abfrage.
Das ist auch der Grund, warum manche Menschen sagen "LLMs sind überbewertet" – sie haben sie nur wie Google benutzt.
Welcher mentale Unterschied war Dir vorher nicht bewusst?