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📍 Insel Kreta: Family-Time, kleine Sinnkrise, Vorfreude
Ihr Lieben ... heute habe ich dieses "Tagebuch auf Skool" gegründet und morgen geht's direkt weiter nach Istanbul. Da ich den ganzen Oktober auf Kreta nicht einfach so skippen will - hier ein kurzer, spontaner Rückblick über den letzten Monat hier auf der Insel. ------------ 💛 Family-Time Normalerweise reisen Phil und ich zu zweit. Im Oktober haben wir aber gemeinsam mit meinen Eltern Urlaub in der Nähe von Rethymno gemacht. Wir haben ihren Rentenstart zelebriert, noch einmal ordentlich Sonne getankt, Ausflüge gemacht und gemeinsam in einem wunderschönen Airbnb mit Pool gewohnt. Es war eine schöne Zeit mit meinen Eltern. Viel Nähe aber auch Freiraum, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen. Bevor es für uns für viele Monate nach Südostasien geht und ich sie eine lange Zeit erstmal nur in Videocalls sehe. ------------ 💛 Kleine Sinnkrise Alle paar Monate gibt's bei mir meist eine eher tiefgründige / nachdenkliche Phase. Eine Zeit, in der ich mein Leben besonders intensiv hinterfrage und mehr fühle als sonst. Ich war öfter mal alleine am Meer, hab die Sonne auf der Haut, den Wind in den Haaren und das Glitzern der Sonne auf dem Wasser genossen. Ich liebe das! In diesen Situationen denke ich viel über mein Leben nach, über den Sinn im Leben, über (tiefe, echte) Verbindungen zu anderen Menschen und hab mich fast schon etwas einsam gefühlt. Obwohl Einsamkeit eigentlich das falsche Wort ist. Schließlich sind fast immer Menschen um mich herum. Emotional einsam trifft es vielleicht besser. Ein bisschen Heimweh nach Menschen am Bodensee. Und gleichzeitig diese große Sehnsucht nach noch mehr Tiefe und Verbindung. Nach einer Art Soulmate. Nach einem Menschen, mit dem ich die schönen Momente, das Glück und die Erfüllung in meinem Leben wirklich teilen kann. Nach mehr Quality-Time und bewusster gemeinsamer Zeit. Nach Unbeschwertheit und Tiefgründigkeit. Nach gemeinsamem Lachen, Herumtollen und Genießen. Und ganz klar auch nach weniger Arbeit und weniger Bildschirmzeit.
📍 Insel Kreta: Family-Time, kleine Sinnkrise, Vorfreude
Ich hatte alles. Und trotzdem war da diese Sehnsucht. 🌴
Von außen betrachtet wirkte mein Leben wahrscheinlich nahezu perfekt. Ich hatte ein gut laufendes Business und mehr als 200 tolle Kundinnen und Kunden. Ich war selbstständig, erfolgreich und konnte meinen Alltag weitgehend selbst bestimmen. Ich lebte in einer wunderschönen, großen Wohnung in Konstanz am Bodensee. Zwei Minuten vom Wasser entfernt. Mit einem gemütlichen Sofa, einem großen Fernseher, einer toll ausgestatteten Küche, Leonardo-Gläsern, Massivholz-Esstisch, modernem Tageslicht-Badezimmer mit offener Glasdusche und einem tollen Büro, in dem ich mir über Jahre etwas Eigenes aufgebaut hatte. Ich hatte ein Auto, ein Motorrad/Roller, nette Nachbarn und einen wundervollen Freundeskreis. Ich war gesund. Fit und sportlich. Hatte eine langjährige Beziehung und ein enges, liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern und den Menschen, die mir am nächsten stehen. Und jeden Winter konnte ich für zwei oder drei Monate nach Südostasien fliegen. Eigentlich war doch alles perfekt, oder? Mit 36 hatte ich viele der Dinge erreicht, von denen ich früher einmal geträumt hatte. Ich hatte meine Selbstständigkeit gerockt. Ich hatte mir Freiheiten geschaffen. Ich hatte Ziele erreicht. Ich hatte mir ein schönes, sicheres und komfortables Leben aufgebaut. Ich hätte zufrieden sein müssen. Und ich war auch dankbar. Sehr sogar. Aber tief in mir lebte seit Jahren diese Sehnsucht. Eine Sehnsucht, die ich lange nicht richtig greifen konnte. Ich wusste nicht genau, wonach ich suchte. Ich wusste nur, dass irgendetwas in mir immer wieder leise fragte: Kann das schon alles gewesen sein? Ist das jetzt dieses berühmte Ankommen von dem alle reden? Ein schönes Zuhause. Ein erfolgreiches Business. Ein voller Kalender. Ein geregelter Alltag. Finanzielle Sicherheit & Rücklagen. Alles sicher, alles vertraut, alles gut organisiert. Und trotzdem fühlte es sich manchmal nicht nach Ankommen an. Eher danach, als hätte ich mir ein wunderschönes Leben gebaut, in dem ich mich selbst irgendwann nicht mehr ganz wiederfand. Ein Hamsterrad? Ein goldener Käfig?
Ich hatte alles. Und trotzdem war da diese Sehnsucht. 🌴
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Tagebuch einer Auswanderin
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Ehrliche Einblicke in mein Leben ohne festen Wohnsitz, zwischen Freiheit, Reisen, tiefen Begegnungen, Zweifeln, Business und echten Momenten. ✈️🌊
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