204 Tage seit Heiligabend. 204 Tage, an denen ich keinen einzigen Tag ausgestiegen bin. Jeden Morgen bin ich aufgestanden. Nicht immer voller Energie. Nicht immer mit einem LΓ€cheln. Aber immer mit der Entscheidung, weiterzugehen. πͺ Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich bewusst zurΓΌckschaue. Nicht, um in der Vergangenheit zu leben, sondern um zu erkennen, wie weit der Weg eigentlich schon war. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich heute mit voller Γberzeugung sagen. Ich war noch nie so klar! Noch nie so fokussiert! Und wahrscheinlich auch noch nie so sehr bei mir wie genau jetzt. β€οΈ Das VerrΓΌckte daran? Genau dieses GefΓΌhl ist nicht in einer einfachen Zeit entstanden. Es ist mitten im Sturm entstanden. πͺοΈ Wenn ich die letzten Monate in einem Satz beschreiben mΓΌsste, wΓΌrde ich wahrscheinlich sagen. Sie haben mich komplett auseinandergenommen und gleichzeitig wieder neu zusammengesetzt π
Das erste Halbjahr war ehrlich gesagt brutal. GeschΓ€fte, mit denen ich fest gerechnet habe, sind nicht zustande gekommen. Kunden haben sich anders entschieden. Ein groΓes Projekt liegt bis heute wegen des Krieges auf Eis. FΓΆrderprogramme wurden gestoppt und auf 2027 verschoben. Und zeitweise war die LiquiditΓ€t enger als jemals zuvor. π° Das sind genau die Momente, ΓΌber die kaum jemand spricht. Auf Social Media sieht man die Erfolge, die Fotos, die Deals und die schΓΆnen Geschichten. Aber kaum jemand zeigt die NΓ€chte, in denen man wach liegt und sich fragt? βWie geht es morgen eigentlich weiter?β π€ Und dann kam noch das Privatleben dazu. Mein Vater liegt im Sterben. π₯² Er verbringt seine letzten Tage im kreise seiner Familie. Allein diesen Satz zu schreiben, fΓΌhlt sich immer noch unwirklich an. Wenn ein Mensch, der dich fast dein ganzes Leben begleitet hat, plΓΆtzlich seine letzten Tage erlebt, verΓ€ndert das deinen Blick auf alles. PlΓΆtzlich werden viele Probleme ganz klein. PlΓΆtzlich merkst du, wie wertvoll Zeit eigentlich ist und wie wenig selbstverstΓ€ndlich das Leben wirklich ist.