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Willkommen!
Schön, dass du hier bist. Impact50 – Wissen & Wirkung ist ein Ort für Menschen, die sich dafür interessieren, wie wir Wissen, Erfahrungen und Erkenntnisse besser für unser eigenes Handeln nutzbar machen können. Hier geht es einerseits um die Ideen und Fragen hinter Impact50: um Erfahrungswissen, Reflexion, Entscheidungen und darum, wie KI uns dabei unterstützen kann, ohne uns das Denken abzunehmen. Aber du kannst hier inzwischen auch ganz praktisch etwas ausprobieren. Im Bereich Inhalt findest du vier kostenlose Angebote: - CaseWeaver – Fachwissen im richtigen Moment verfügbar machen. - Mirror– eigene Gedanken reflektieren und Zusammenhänge über Zeit erkennen. - Talent-Starter– aus den eigenen Erfahrungen bessere Bewerbungen entwickeln. - Decision-System– schwierige Entscheidungen strukturiert vorbereiten und nachvollziehbar machen. - Zu jedem Angebot gibt es kurze Videos. Und wenn dich eines davon interessiert, kannst du es anschließend kostenlos selbst ausprobieren. Du musst dich hier aber für nichts interessieren oder etwas testen. Lies mit. Stell Fragen. Bring deine Erfahrungen ein. Widersprich. Denk mit. Genau dafür ist diese Community da.
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Wenn das Ergebnis bleibt – aber das Warum verschwindet
Vielleicht kennst du diese Situation: Du findest eine alte Präsentation, ein Konzept, eine Entscheidung oder eine Prozessbeschreibung. Das Ergebnis ist noch da. Aber niemand weiß mehr genau, warum es so entstanden ist. Warum wurde damals diese Lösung gewählt? Welche Alternativen wurden geprüft? Was hatte nicht funktioniert? Welche Annahmen galten zu diesem Zeitpunkt? Was wusste das Team, das im Dokument gar nicht auftaucht? Und plötzlich ist ein eigentlich wertvolles Dokument erstaunlich wenig wert. Dieses Problem begegnet uns überall. In Projekten. Bei Personalwechseln. Bei Entscheidungen. In Beratungen. In der Produktentwicklung. Und sogar in unserer ganz persönlichen Arbeit, wenn wir Monate später auf unsere eigenen Unterlagen zurückblicken. Wir speichern Ergebnisse sehr gut. Aber wir speichern häufig nicht den Denkprozess, aus dem sie entstanden sind. Genau deshalb interessiert mich hier nicht nur die große Forschungsfrage, sondern auch die Praxis. Wo begegnet uns verlorener Kontext im Alltag? Was kostet er? Und was müsste anders sein, damit ein anderer Mensch tatsächlich dort weiterarbeiten kann, wo wir aufgehört haben? Ein kleines Experiment: Denk an ein wichtiges Dokument aus deiner eigenen Arbeit, das mindestens ein Jahr alt ist. Könntest du heute noch vollständig erklären, warum es genau so entstanden ist? Und könnte es jemand anderes – ohne dich zu fragen? Wenn die Antwort unterschiedlich ausfällt, haben wir vermutlich einen Teil des Problems gefunden.
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Warum Erfahrungswissen so schwer zu bewahren ist
Unsere erste Forschungsreise hat mit einer überraschenden Feststellung begonnen: Das Problem verlorenen Erfahrungswissens ist keineswegs neu. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forschung und Praxis damit, was geschieht, wenn erfahrene Menschen Organisationen verlassen und Wissen mitnehmen, das sich nicht vollständig in Handbüchern, Datenbanken oder Prozessbeschreibungen wiederfindet. Besonders interessant ist dabei eine Unterscheidung, auf die wir bei unserer Recherche gestoßen sind: Es reicht nicht, einen Experten zu fragen: „Was weißt du?“ Ein großer Teil seines Erfahrungswissens ist ihm selbst nicht jederzeit bewusst. Es zeigt sich erst in konkreten Situationen, Entscheidungen, Abwägungen und Handlungen. Am Fraunhofer IFF wird deshalb beispielsweise daran gearbeitet, Erfahrungswissen während realer Arbeitssituationen zu erfassen. Ein KI-gestützter Moderator stellt Rückfragen und versucht nicht nur festzuhalten, was jemand tut, sondern auch warum. Dahinter liegt eine noch ältere Forschungslinie. Beim sogenannten Triadengespräch werden Experte, Novize und ein thematischer Laie zusammengebracht. Gerade ihre unterschiedlichen Perspektiven sollen dazu führen, dass Wissen ausgesprochen wird, das in einem gewöhnlichen Expertengespräch möglicherweise verborgen bliebe. Für unsere Arbeit ist daran etwas Entscheidendes: Wissen lässt sich offenbar nicht einfach aus einem Menschen „auslesen“. Die Art der Frage beeinflusst, was überhaupt sichtbar und explizierbar wird. Und daraus entsteht für uns eine weiterführende Frage: Reicht es, das „Was“ und das „Warum“ einer Erfahrung zu erhalten? Oder müssten wir zusätzlich bewahren, woran jemand etwas erkannt hat, welche Beobachtungen vorausgingen, welche anderen Deutungen möglich waren und warum schließlich eine bestimmte Schlussfolgerung entstand? Genau an solchen Grenzen möchten wir hier forschen. Nicht um bestehende Forschung neu zu erfinden, sondern um herauszufinden, was bereits verstanden wurde – und wo offene Fragen beginnen.
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Was möchtest du ausprobieren?
Vielleicht bist du wegen eines ganz bestimmten Themas hier. Vielleicht möchtest du auch einfach erst einmal schauen. Im Bereich Inhalt findest du vier Möglichkeiten, die Anwendungen von Impact50 kennenzulernen und kostenlos auszuprobieren: Du arbeitest mit viel Fachwissen? Dann schau dir CaseWeaver an. Du möchtest deinen eigenen Gedanken häufiger Raum zur Reflexion geben? Dann könnte Mirror interessant für dich sein. Du bist auf Jobsuche oder möchtest dich beruflich verändern? Dann findest du einen Einstieg in Talent-Starter. Du stehst vor einer schwierigen Entscheidung? Dann kannst du Decision-System mit einem eigenen Entscheidungsfall ausprobieren. Du musst dafür keiner weiteren Community beitreten. Alle vier Einstiege findest du direkt hier unter Inhalt. Schau dir einfach das an, was zu deiner aktuellen Situation passt. Und wenn gerade nichts davon passt, ist das genauso in Ordnung. Dann bleib wegen der Fragen, Ideen und Gespräche hier.
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Welches Wissen darf nicht verloren gehen?
Ich möchte mit einer sehr einfachen Frage beginnen. Welches Wissen sollte aus deiner Erfahrung auf keinen Fall verloren gehen? Es muss nicht dein eigenes Wissen sein. Vielleicht denkst du an einen Kollegen, eine frühere Führungskraft, einen Kunden, einen Handwerker, einen Lehrer, einen Coach oder jemanden aus deiner Familie. Einen Menschen, bei dem du irgendwann gedacht hast: Der kann oder versteht etwas, das man nicht einfach in einem Handbuch nachlesen kann. Mich interessiert dabei besonders: Was genau würde verloren gehen, wenn dieser Mensch morgen nicht mehr da wäre? Sein Fachwissen? Seine Erfahrung? Sein Urteilsvermögen? Seine Art, Situationen zu erkennen? Seine Geschichten? Sein Umgang mit Menschen? Oder etwas, das sich kaum benennen lässt? Ich bin gespannt, an welchen Menschen du dabei zuerst denkst.
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