Seit 2000: Wie stark Fiat-Währungen an Kaufkraft verloren haben und was du daraus ableiten kannst (für Investments, Pricing, Gehalt, Cash-Management).
Die Grafik (Quelle: FRED/ World Bank) zeigt den kumulierten Kaufkraftverlust seit 2000, also wie viel „Währung“ im Zeitverlauf entwertet wurde:
⚫️ Japanischer Yen: -51%
⚫️ Euro: -74%
⚫️ Britisches Pfund: -76%
⚫️ US-Dollar: -79%
⚫️ Chinesischer Yuan: -96%
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1) Der wichtigste Punkt (den die meisten verpassen)
ℹ️ Das ist kein „Währungsproblem“, das ist ein Cashflow-Problem.
Wenn die Recheneinheit über Jahrzehnte systematisch an Kaufkraft verliert, dann ist Nicht-Handeln ebenfalls eine Entscheidung:
➡️ Du hältst ein Asset (Cash), dessen „Realrendite“ strukturell negativ ist, sofern deine Verzinsung nicht mindestens Inflation + Steuern + Opportunitätskosten schlägt.
2) Warum die Kurven ähnlich aussehen (trotz unterschiedlicher Zentralbanken)
ℹ️ Unterschiedliche Länder, ähnliche Richtung. Das deutet auf ein übergeordnetes Muster hin:
Geldmenge wächst langfristig schneller als reale Produktion
Schuldenstände erzwingen finanzielle Repression (Realzinsen tendenziell niedrig)
➡️ Politischer Anreiz: Entwertung ist „leiser“ als offene Konsolidierung
3) Was das für dich praktisch bedeutet:
ℹ️ 5 Regeln mit hoher Hebelwirkung
✅ Regel A -> Cash ist ein Werkzeug, kein Investment.
Halte Cash für Liquidität, nicht als Vermögensanker.
✅ Regel B -> Denk in Realrenditen, nicht in Nominalrenditen.
Nominal „+5%“ kann real „-2%“ sein, je nach Inflation/Steuern.
✅ Regel C -> Preisgestaltung braucht eine Inflationsklausel.
Wenn du Dienstleistungen/Subscriptions verkaufst: Indexierung oder jährliche Anpassung ist kein „nice to have“, sondern Überleben.
✅ Regel D -> Gehälter verhandelt man gegen Kaufkraft, nicht gegen Gefühl.
„Wie kompensiert dieses Paket den Kaufkraftverlust und die Produktivitätssteigerung?“
✅ Regel E -> Baue ein persönliches „Treasury“.
Einfaches Set-up:
🟣 0-6 Monate: Liquidität (Sicherheit)
🟣 6-24 Monate: konservative Zins-/Kurzläufer-Strategie (Stabilität)
🟣 >24 Monate: produktive Assets (Wachstum)
➡️ Cash dort, wo er Sinn macht, Risiko dort, wo es bezahlt wird.
4) Der mentale Shift, der dir wirklich Geld wert ist
ℹ️ Die Frage ist nicht: „Welche Währung ist am besten?“
➡️ Sondern: „Wie strukturiere ich mein Leben/Unternehmen so, dass Kaufkraftverlust automatisch kompensiert wird?“
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Paul Steinborn
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Seit 2000: Wie stark Fiat-Währungen an Kaufkraft verloren haben und was du daraus ableiten kannst (für Investments, Pricing, Gehalt, Cash-Management).
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