Manchmal macht mein Kopf nachts ziemlich seltsame Sachen. 😂 Heute Nacht war plötzlich ein Wort da: Sackgasse. Und daraus wurde dann ein ganzer Gedanke. Stellt euch vor, das Leben wäre ein Spaziergang durch eine Stadt. Ich laufe einfach los, biege mal hier ab, mal dort und irgendwann komme ich an eine kleine Straße. Kein Schild. Keine Ahnung, wohin sie führt. Aber sie sieht nett aus. Also denke ich: „Da gehe ich mal rein.“ In diesem Moment kommt mir jemand entgegen und sagt: „Kannst du dir sparen. Das ist eine Sackgasse.“ Jetzt weiß ich also, dass ich dort nicht weiterkomme. Ich könnte mich bedanken, umdrehen und mir einen anderen Weg suchen. Oder ich könnte sagen: „Danke. Aber ich gucke trotzdem mal.“ Denn wer sagt eigentlich, dass eine Straße nur dann etwas wert ist, wenn sie irgendwohin weiterführt? Vielleicht wohnt ganz hinten ein Mensch, den ich sonst niemals kennengelernt hätte. Vielleicht entdecke ich etwas, das mich zum Nachdenken bringt. Vielleicht steht dort eine Bank, auf der ich eine Stunde sitzen bleibe. Oder – bei mir durchaus wahrscheinlich – dort gibt es ein kleines Café mit einem verdammt guten Stück Kuchen. 😂 Irgendwann stehe ich trotzdem am Ende. Es geht nicht weiter. Ich muss umdrehen und denselben Weg zurückgehen. Aber war es deshalb falsch, dort hineinzugehen? Dieser Gedanke hat mich heute Nacht tatsächlich beschäftigt. Denn wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, gab es durchaus Wege, bei denen ich irgendwann feststellen musste: Das hier ist eine Sackgasse. Manche hätte ich mir wahrscheinlich wirklich sparen können. 😄 Bei anderen würde ich heute wieder genauso abbiegen. Nicht, weil ich glaube, dass die Sackgasse beim zweiten Versuch plötzlich weitergeht. Sondern wegen der Menschen, Erfahrungen und Erkenntnisse, die mir dort begegnet sind. Vielleicht bewerten wir manche Wege zu schnell danach, wo sie uns am Ende hingeführt haben. Dabei kann auch ein Weg, auf dem wir irgendwann umdrehen mussten, etwas Wertvolles hinterlassen haben.