Alignment
Dieses Wort begegnet uns inzwischen überall.
„Zeichen für Alignment.“
„Bring Dich wieder in Alignment.“
„Lebe aligned.“
Aber was soll das eigentlich heißen?
Das englische „to align“ bedeutet zunächst einmal: ausrichten, in eine Linie bringen, aufeinander abstimmen.
Auf den Menschen übertragen finde ich deshalb die deutsche Formulierung „mit sich selbst im Einklang sein“ besonders passend.
Denn wir können sehr vieles wollen und trotzdem genau das Gegenteil leben.
Wir wünschen uns Ruhe – und sagen zu allem Ja.
Wir wünschen uns Freiheit – und richten unser Leben danach aus, was andere von uns erwarten.
Wir sprechen von Selbstliebe – und führen innerlich den ganzen Tag Krieg mit uns selbst.
Dann zeigen Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln nicht in dieselbe Richtung.
Und genau darin liegt für mich fehlendes Alignment.
Es bedeutet nicht, dass Du immer wissen musst, was richtig ist.
Und es bedeutet auch nicht, dass Du niemals zweifeln darfst.
Es bedeutet vielmehr, dass Du beginnst wahrzunehmen, wo Du gegen Dich selbst lebst.
Wo sagt Dein Mund Ja, während Dein Körper Nein sagt?
Wo hältst Du an etwas fest, das längst nicht mehr zu Dir passt?
Wo erwartest Du von Deinem Leben etwas, das Deine eigenen Entscheidungen ständig verhindern?
Alignment ist für mich deshalb weniger ein spirituelles Modewort als eine sehr einfache Frage:
Passen das, was ich denke, fühle, sage und tue, noch zusammen?
Denn vielleicht entsteht innere Ruhe nicht dadurch, dass im Außen endlich alles perfekt wird.
Vielleicht entsteht sie dann, wenn Du aufhörst, permanent gegen Dich selbst zu arbeiten.
Alignment bedeutet für mich: mit sich selbst wieder in Einklang kommen.
Illustration mit AI hergestellt