Ich bin 65 Jahre, lebe in der Gemeinschaft Terra Nova an der Ostsee, bin von Beruf Konstrukteur und Betriebswirt, arbeite gern mit Zahlen und liebe es, wenn die Zahlen zu mir sprechen bzw. Projektideen sich dann in Zahlen ausdrücken.
Ich habe vorher einige Jahre im ZEGG gelebt, also in einer größeren Gemeinschaft. Auf den ersten Blick ist Größe ein Vorteil. Allerdings benötigen die inneren Prozesse mehr Zeit, um die verschiedenen Verbindungen den Mitgliedern zu klären und dabei wirken auch noch verschiedene Ebenen wie Freundschaft, Arbeit, miteinander wohnen, Erotik, aber auch Gewohnheiten, Abneigungen und Traumata.
Ich bin erst vor 11 Jahren mit dem Thema Gemeinschaft in Berührung gekommen. Meine Motivation war, ein miteinander zu finden, wo bei Spannungen nicht nur die Sachebene genutzt wird, sondern innere Arbeit, unbewußte Anteile, Prägungen und Überzeugungen mit einbezogen werden. Das war anfangs im ZEGG der Fall, zumindest in Teilen der Gemeinschaft. Und für mich sind das wesentliche Pfeiler von Gemeinschaft. Aus meiner Sicht hat die Arbeitsebene einen immer größeren Platz eingenommen und ein tiefes menschliches Miteinander war nur noch in kleineren Gruppen zu finden.
Ich habe viele Jahre Psychotherapie gemacht, bis ich merkte, aha, es gibt noch etwas, was darüber hinaus geht. Meine erste Begegnung mit dem Thema Bewußtseinsarbeit war "The Secret", ich habe danach viele Jahre mit Eckhard Tolle gearbeitet und nun praktiziere Ein Kurs in Wundern, die geistige Welt hat im Laufe meines Lebens eine wachsende Bedeutung erhalten.
Ich erkunde meine Umgebung gern mit dem Fahrrad, ernähre mich überwiegend vegetarisch und vegan. Bei Krankheiten oder Konflikten schaue ich nach Innen, was will die Situation mir sagen, was kann ich daraus lernen und wie kann ich im inneren Frieden bleiben oder in wieder zulassen.
Ich habe in meinem Leben immer wieder große Herausforderungen erhalten, heute weiß ich, daß diese Krisen im Grunde Chancen waren, Weckrufe, um meinem Seelenplan wieder näher zu kommen. Es haben sich neue Türen geöffnet, es kamen Bewußtseinsebenen dazu, ich lernte Menschen kennen, die damit vertraut waren und bin mit manchen ein Stück des Weges gemeinsam gegangen.
In unserem Projekt Terra Nova sind wir eine Gruppe von aktiven Menschen, die unabhängig vom Alter noch etwas bewegen möchten, der Welt, den Menschen einen Raum zum verweilen, zum Innehalten, verweilen, sich zeigen, zum Austauschen und vielleicht sich selbst etwas mehr erkennen zur Verfügung stellen möchten. Dazu schreibe ich noch etwas mehr im Wohnzimmer.
Ich freue mich über Fragen, Feedback, Interesse.