Hallo ihr Lieben, ich bin Sebastian, 37 Jahre, im Öffentlichen Dienst tätig, glücklich verheiratet seit fast 15 Jahren und Papa von zwei sehr coolen Jungs (4 und 1). Das Thema Freilernen interessiert uns also derzeit noch nur theoretisch. :-) Was mich aber sehr umtreibt, ist folgende Thematik: Ins unserem Familiensystem haben wir das Gefühl, wir benötigen die externe Betreuung in der Kita, um einerseits Räume für uns als Individuen zu schaffen und andererseits Haushaltstätigkeiten halbwegs vernünftig zu bewältigen. In früheren Zeiten war die externe Betreuung nicht nötig, da Menschen in größeren Familienverbänden und Sippen gelebt haben, wo mehrere Erwachsene und mehrere Kinder stets anwesend waren. In der modernen Kernfamilie ist das nicht mehr der Fall und ich empfinde es als unnatürlich und anstrengend, 24/7 alleine mit den eigenen Kindern zusammen zu sein (dabei geht es nicht darum, dass ich die Zeit mit meinen Kids per se anstrengend fände, wohl aber die pausenlose Betreuung über längere Zeiträume) - auch unser Vierjähriger langweilt sich da schnell, weil ihm Zuhause Gleichaltrige oder ältere Kinder zum Spielen fehlen. Andererseits sehe ich aber euch Reisefamilien, die mit teilweise sehr vielen Kindern ohne Kita und Schule, aber auch ohne Großeltern, Onkels oder Tanten unterwegs sind und frage mich: Wie schafft ihr es, euren Kindern stets zugewandt zu sein ohne die Nerven zu verlieren und autoritär zu werden und gleichzeitig noch Räume für euch selbst und für das Geldverdienen, für den Haushalt etc. zu schaffen?