Ich hatte immer Alkohol zuhause. Immer. Damit was da ist, falls sich die Möglichkeit ergibt. Und wenn nichts mehr da war, wurde ich unruhig.
Ich hab das nie für ein Problem gehalten. Wohnung, Geld, Arbeit, lief alles. Fast 20 Jahre lang.
Heute bin ich über vier Jahre nüchtern. Ich hab nie "nie wieder" entschieden, das hätte ich nicht durchgehalten. Ich hab einen Tag gemacht. Dann noch einen. Dann eine Woche.
Ich kann dir nicht sagen, wie du aufhörst. Nur, wie es bei mir war und was mir damals keiner gesagt hat: die Langeweile am Anfang, die Gefühle, die zurückkommen, die Leute, die plötzlich weg sind.
Ich bin kein Therapeut. Ich erzähl nur, was bei mir war.
Du musst hier nichts zugeben und nichts aufhören. Lies erstmal mit.
Wichtig: Wenn du morgens zitterst, schwitzt oder trinkst, damit das aufhört, geh zum Arzt. Entzug kann gefährlich sein, das ist nicht mein Gebiet.
Stell dich gern kurz vor. Hier wird keiner verurteilt.