The Alan Turing Bomb für ENIGMA Code entschärft mit KI ?
Ich teste nach wie vor die KI insb. das neue GPT 5: Heute habe ich mir gedacht, wie wäre es gewesen wenn Alan Turing bei der Entschlüsselung des Enigma Codes der Nazis einen KI Agenten von heute gehabt hätte ? Hätte er den verschlüsselten Text einfach in GPT, Gemini oder Manus eingeben können und bums der Klartext kommt raus und man weiß wo die U- Boote sind und wann angegriffen werden soll ? Also habe ich folgendes Experiment durchgeführt. Ich habe den heutigen Wetterbericht von London genommen und verschlüsselt. ***Hier ist der stündliche Wetterüberblick für London, heute. Hier sind die wichtigsten Punkte zur Planung: Heute Vormittag: Stark bewölkt, Temperaturen steigen von etwa 19 °C auf 22 °C. Früher bis mittlerer Nachmittag: Übergang zu heiter-bis-wolkigem Himmel; Tageshöchstwerte erreichen rund 23 °C. Abend: Die Temperaturen sinken allmählich auf ca. 18 °C bei wechselnder Bewölkung.*** Also für damals ein durchaus gängiger Text. (Das übliche "heil Hitler" am Ende des Funkspruches habe ich mir mal geschenkt) Zunächst habe ich zum Vergleich den Text mit einer einfachen ROT13 Verschlüsselung codiert. Das sah dann so aus: Uvre vfg qre fghaqyvpuvry Wrggrehöoeyvx srö Ybqaba, ubgrr. Uvre fraq qre jvfpuzrfgrf Cbahgr ghq Cynahath: Ubgrr Ibezvzngnt: Fgnex ojröxyg, Grzcrehzngren frvtgr iba rgjn 19 °P ba 22 °P. Sehüer ovf zvggyerrer Anzzrsggnpx: Rhitoät mh urvgre-ovf-jbyxvtzr Uvzzry; Gntrfübfgjregre reepuvrar ehmq 23 °P. Nioraq: Qr Grzcrehzngren fvxrax nyyzüzvyvp ba pn. 18 °P ov jrkfpuraqre Ojräxjhz. Da es sich um einen einfachen Schlüssel handelt bei dem die Buchstaben immer um die gleiche Anzahl von Schritten verschoben werden, machten alle KIs ich verwendet habe kurzen Prozess damit. Einfach reinkopieren und entschlüsseln lassen. Der ursprüngliche Klartext kommt fast sofort. Man muss dafür auch nicht angeben, dass es sich um eine ROT13 Verschlüsselung handelt. Die Enigma funktioniert dagegen anders. - Grundprinzip:Jede Taste, die gedrückt wird, erzeugt über ein komplexes elektrisches System eine andere Buchstaben-Lampe als Ausgabe. Der Clou: Durch jeden Tastendruck verändert sich die Verdrahtung, sodass der gleiche Buchstabe nie zweimal hintereinander auf dieselbe Weise verschlüsselt wird. - Walzen (Rotoren): Es gibt mehrere Rotoren, die jeweils eine feste, aber unterschiedliche Verdrahtung haben (quasi ein „alphabetisches Labyrinth“). Bei jedem Tastendruck dreht sich mindestens der rechte Rotor weiter, ähnlich wie bei einem Kilometerzähler im Auto. Dadurch verändert sich der Verschlüsselungsweg ständig. Die Reihenfolge und Auswahl der Rotoren gehört zur Tageseinstellung. - Umkehrwalze (Reflector): Am Ende des Stromkreises sitzt eine „Umkehrwalze“, die das Signal zurückschickt – dadurch entsteht eine symmetrische Verschlüsselung (mit der gleichen Maschine kann man sowohl verschlüsseln als auch entschlüsseln). - Steckbrett (Steckerbrett, Plugboard): Auf der Vorderseite konnten Paare von Buchstaben miteinander vertauscht werden, z. B. A ↔ T. Das fügte eine zusätzliche Variabilitätsebene hinzu und machte die Chiffre deutlich schwerer zu knacken. - Tageseinstellungen: Jeden Tag gab es ein geheimes „Codebuch“ mit Vorgaben, z. B.: welche Rotoren (z. B. III, V, II) eingesetzt wurden, in welcher Reihenfolge sie angeordnet waren, Startpositionen der Rotoren (z. B. A–B–Q), Steckerverbindungen (z. B. 10 Kabelpaare). Diese Einstellung war die Basis für die tägliche Verschlüsselung.