Der n8n-Blog hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man den kompletten KI-Bedarf eines kleinen Unternehmens ohne Cloud-API bedient – auf einer einzigen Box von NVIDIA: https://blog.n8n.io/n8n-nvidia-dgx-spark/ Was drinsteht: Die typischen Jobs sind immer dieselben – E-Mails vorformulieren, Anrufe zusammenfassen, Rechnungen auslesen, eigene Dokumente durchsuchen, gelegentlich ein Bild. Viele Betriebe dürfen dafür keine Kundendaten in die Cloud geben, weil Vertrag, Aufsicht oder Berufsrecht es verbieten. Der Beitrag nennt Klinik, Anwaltskanzlei, Steuerbüro und das Argument, das ich daran am überzeugendsten finde: Nur auf eigener Hardware kannst du einem Prüfer zeigen, wo die Daten gelandet sind. Technisch: DGX Spark mit GB10 Grace Blackwell, 128 GB Unified Memory, 273 GB/s Speicherbandbreite. Darauf Qwen3.6-35B-A3B (35B gesamt, rund 3B aktiv) in NVFP4 über vLLM, gemessen 120 Tokens/s für einen Nutzer und 359 Tokens/s insgesamt über acht parallele Nutzer, Reasoning-Tokens eingerechnet. Davor ein OpenAI-kompatibler Endpunkt über LiteLLM mit Keys pro Team, und n8n hängt mit seinen bestehenden OpenAI-Nodes direkt dran. Der Satz, der für uns zählt, ist die Begründung der Modellauswahl: nach Bandbreite wählen, nicht nach Parameterzahl. Beim Generieren liest das Modell für jeden Token seine aktiven Gewichte aus dem Speicher – je weniger Bytes, desto schneller. Genau das ist der Grund, warum ein MoE mit wenigen aktiven Parametern ein dichtes Modell schlagen kann, obwohl es insgesamt größer ist. Für dein Setup heißt das: Rechne grob. Teile die Speicherbandbreite deines Macs durch die Bytes, die ein Token an aktiven Gewichten liest. Bei rund 3B aktiven Parametern in 4 Bit liegst du bei etwa 1,5 GB pro Token – bei 273 GB/s wären das theoretisch rund 180 Tokens/s, und die gemessenen 120 zeigen, wie viel Abstand zwischen Rechnung und Realität bleibt. Nimm die Bandbreite deiner eigenen Maschine und mach dasselbe Dreisatz-Spiel. Das Ergebnis ist keine Messung, aber es sagt dir, ob ein Modell in deinem Rahmen überhaupt sinnvoll sein kann, bevor du es lädst.