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2 contributions to Familien im Flow
Gemeinsam Kochen und “Hauptfächer”
Wenn wir ehrlich sind, gibt es im echten Leben kein Fach „Mathe“ von 9 bis 9:45 Uhr und danach „Deutsch“. Heute haben wir gemeinsam gekocht. Dabei wurde gelesen, gerechnet, gewogen, beobachtet, diskutiert, gefragt und ausprobiert. War das jetzt Mathe?War das Deutsch?War das Naturwissenschaft? Oder einfach Leben? Je länger ich unsere Kinder beim Lernen beobachte, desto mehr glaube ich: Deutsch, Mathe oder Englisch sind keine Hauptfächer. Sie sind Werkzeuge. Instrumente. Mittel zum Zweck. Die eigentlichen Hauptfächer des Lebens sind für mich andere: 🌿 Neugier 🌿 Selbstvertrauen 🌿 Verbundenheit 🌿 Kreativität 🌿 Philosophie 🌿 Konfliktfähigkeit 🌿 Verantwortung 🌿 Sinn Denn wozu dient Lesen? Um die Welt zu verstehen. Wozu dient Schreiben? Um Gedanken auszudrücken. Wozu dient Mathe? Um Zusammenhänge zu erkennen. Die Werkzeuge sind wichtig. Aber sie sind nicht das Ziel. Deshalb trennen wir Lernen nicht künstlich in Schulfächer. Wir versuchen, das Leben zu leben. Und die sogenannten Schulfächer kommen dabei ganz natürlich mit. Mich würde interessieren: 👉 Welche „Hauptfächer des Lebens“ würdest du für dein Kind wählen? 👉 Wo erlebst du Lernen ganz natürlich im Alltag? 👉 Und welche Herausforderungen begegnen euch dabei? Ich freue mich auf eure Gedanken. 🌿
1 like • Jun 1
Danke Michele, Resoniert enorm mit mir, deine Beschreibung. Ich finde je nach Alter wichtig, dass Kinder verstehen wie wirtschaftliche und geopolitische Strukturen aufgebaut sind, um sich darin (irgendwann) zurecht zu finden, bzw durch ihre Neugier und das Unvoreingenommen-sein in jungen Jahren Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Das war jetzt ein spontaner, nicht komplett durchdachter Gedanke. Einen schönen MOntag! ...einen Gedanken habe ich noch: Wie integriert ihr komplexere Mathematik (oder andere Themen) für ältere Kinder? Ich habe zwar im Endeffekt nie etwas damit gemacht, aber fand Mathe in der Schulzeit sehr interessant und es lag mir enorm. Wie würdet ihr so ein Interesse unterstützen `on the road`?
Alleine mit 6 Kindern (Zelten im griechischen Wald)
Diese Woche bin ich alleine unterwegs. Mit sechs Kindern. Und zwei Hunden. Und plötzlich bin ich für alles verantwortlich. Essen organisieren, Wasser holen, Mahlzeiten zubereiten, meine Calls halten, den Alltag strukturieren und gleichzeitig Raum für Natur, Abenteuer und Leben lassen. Ich hatte jeden Tag mindestens einen Coaching Call. Und während ich im Auto sitze, um Ruhe und Privatsphäre zu haben, passiert draußen etwas, das mich immer wieder tief berührt. Das Leben organisiert sich. Die Kinder kommen nicht zu mir während der Calls. Nur im Notfall. Sie wissen, das ist mein Raum, mein Beitrag. Und draußen entsteht ihr eigener Raum. Sie kochen. Sie organisieren sich. Sie spielen. Sie erschaffen. Diese Woche haben sie mehrfach selbst gekocht. Suppen, Chapati Brote, ein Risotto mit Wildkräutern und Linsen. Sie sammeln Zutaten, entzünden Feuer, übernehmen Verantwortung. Heute Morgen ist mein Sohn um sechs Uhr aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Gestern waren wir zusammen im Bioladen und haben Zutaten für Milchreis gekauft. Ein Gericht, das wir sonst nie machen. Er wollte es unbedingt für uns zubereiten. Also ist er los, hat Holz gesammelt, ein Feuer gemacht und für die ganze Familie gekocht. Während ich meine Morgenroutine gemacht und Wasser aus einer Quelle geholt habe. Warum passiert das? Nicht, weil meine Kinder „anders“ sind. Nicht, weil sie „besser“ sind. Sondern weil sie einen Rahmen haben, in dem sie Wirksamkeit spüren. Kinder wollen beitragen. Kinder wollen gestalten. Kinder wollen spüren, dass sie einen Unterschied machen. Aber dafür braucht es Bedeutsamkeit. Arbeitsblätter und Aufgaben aus einem Heft geben das selten. Was Kinder wirklich suchen, sind: Bedeutsamkeit. Spüren. Gestaltungsfreude. Wirksamkeit. Viele Kinder verlieren genau das im Laufe ihrer Schulzeit. Und wenn sie später wieder in Freiheit kommen, brauchen sie oft Zeit, um das wieder zu lernen. Ohne Belohnung. Ohne Druck. Einfach aus sich selbst heraus. Ich sehe diese Woche wieder so klar:
1 like • May 4
Das klingt wirklich schön! Ich suche nach Möglichkeiten wie dies im Familienleben an einem Ort passieren kann. Momentan ist unser Kind noch klein, aber das mitmachen & beitragen tut uns alles so gut.
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Maja Luther
1
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@maja-luther-8206
I’m Maja, author of "A Somatic Approach to Figure Skating" and founder of the Digital Skating School, a supportive community for adult ice skaters! ⛸️

Active 9h ago
Joined Apr 30, 2026
Zürich, Switzerland