Hallo Gerti, du sprichst mir voll aus der Seele, so ähnlich wie bei dir verlief auch mein Leben bis jetzt und es würde wahrscheinlich weiterhin so weiter verlaufen, wenn sich mein Körper nicht endlich melden würde und mir sagen würde: " So bis dahin und nicht mehr weiter, du hast mich lang genug missachtet, jetzt zeige ich dir was du mir angetan hast" und bremste mich mit vieeeeeeeeeeeeelen "Krankheiten" ab. Und ehrlich gesagt, ich bin meinem Körper dankbar dafür. Klingt etwas komisch, wenn ich das hier schreibe, aber ohne seine "Kommunikation" mit mir, würde ich wahrscheinlich weiter so machen wie bis jetzt. Nach einigen Persönlichkeitstraining und einigen guten Coachings bin ich mitlerweile so weit, dass ich gelernt habe mich vom "JA" sagen abzugrenzen und gelernt habe "Nein" zu sagen, wenn mir etwas nicht gefiel oder ich das Gefühl hatte, dass es jetzt nicht passend für mich ist. Manche haben mir auch gesagt, dass ich "egoistisch" geworden bin. Das mag wohl den Anschein machen, dass ich egoistisch wirke, aber es ist auch notwendig! Auch ich habe früher immer gedacht, ich muss es allen recht machen und darf niemanden einen Wunsch absagen, weil sie mich dann evtl. nicht mehr mögen würden und ich allein gelassen werde. Die "Ur-Angst" die leider in jedem von uns tief steckt, (weche früher für unsere Urahnen auch lebensnotwendig war um zu überleben). Doch heute ist es nicht mehr so und das ist den wenigsten von uns bewußt. Leider :-( Lange rede kurzer Sinn: als es mir körperlich und seelisch so schlecht ging, dass ich nur noch vor Schmerzen am Schreien /Heulen war, habe ich endlich angefangen umzudenken und hab viele Dinge versucht, um die Schmerzen im Körper und auch meine "seelischen" Schmerzen loszuwerden. Habe viele Entscheidungen getroffen, die mir sehr schwer gafallen sind, hab mich bewußt von Menschen entfernt, die mir nicht gut taten und mich nur ausnutzten oder mich negativ beeinflussten (Pessimisten = Menschen die alles nur schwarz sehen und alles als schlecht bezeichnen). Es war sehr hart, da ich ein tief verwurzeltes "Helfersyndrom" in mir trage und sofort aufspringe und für jeden DA bin, der mich braucht. Ich bin Sozialpädagogin von Beruf und dies ist eine typische "Berufskranheit" von uns und ein "Erbe" meiner Familie, die genauso denkt wie ich :-) Deswegen kann ich voll nachvollziehen, was du gerade durchmachst.. Ich hab einen eigenen Weg gefunden wie ich meine Schmerzen ein wenig lindern kann und dabei hilft mir ein bestimmtes Lied, dass du im Internet auch finden kannst: hier der Link dazu. Wünsche dir viel Kraft und das es dir bald besser geht, vielleicht mit Hilfe dieses Liedes. Liebe Grüße Lisa https://www.youtube.com/watch?v=ZTjyRu88PRE