In den ertsen Jahren, die ich als Kassenarzt niedergelassen war, habe ich sehr sehr viel geackert und geschuftet, hatte viel Stress. Eines Tages bemerkte ich in der Mittagspause bei den Hausbesuchen, dass es mir schwer fiel die Treppe hoch zu kommen. Zufälligerweise hatten wir dann einen Röntgenuntersuchungstermin, weil in unserer Praxis Patient mit offener Tuberkulose war. Der Röntgenarzt, der mich untersuchte, kam mit den Röntgenbildern auf mich zu, und sagte „soll ich ihnen gleich einen Termin in der Klinik besorgen?“, dann zeigte er mir das Röntgenbild, da waren tennisballgroße Lymphknoten im Brustbereich. In Millisekunden entschied ich mich dafür, dass ich nichts mache, nicht in die Klinik gehe, weil mir war klar, wenn ich eine ordentliche korrekte medizinische Behandlung mache, dann werde ich nicht weit kommen. Zufälligerweise hatte ich gleich nach der Diagnose zwei Wochen Urlaub. In diesen zwei Wochen hab ich nur nur gefiebert, Tag und Nacht tibetische Mönchsgesänge angehört. Nach zwei Wochen war ich fieberfrei, bin ich wieder arbeiten. Bei einer Nachkontrolle waren auch diese Tumore weg. Für diese Erkrankung gibt's zwar eine Diagnose, allerdings bisher noch keine plausible medizinische Erklärrung. Für mich war klar, dass es eine Übersetzung meiner Angst war, die ich in dieser ganzen Zeit gefressen hatte, und sich körperlich auf diese Art manifestierte. Das ist über 30 Jahre her. Ich hab das alles ganz gut überstanden.