Bin gerade in Brunnen, einem der schönsten Seminarorte der Welt für mich. Dies ist der Balkon von der Churchill-Honeymoon-Suite und sitze immer wieder morgens früh hier, bevor das Seminar losgeht und schaue auf diesen See. Dankbarkeit und Ruhe strömen immer ein. Nun habe ich dieses kleine Ritual zum ersten Mal mit zwei Ölen gemacht. Was zeigt sich gerade: Die beiden Momente, obwohl der gleiche Balkon, der gleiche Stuhl, der gleiche Blick, war es mit den Ölen eindrücklicher, anders - tiefer und vielleicht 'more memorable'. Lavendel: Gefühl der Dankbarkeit war tiefer, noch verbundener, noch feinstoffliger. Ich schaute mehr auf die warmen Farben, Sonne reflektiert auf den Berggipfeln und den Bäumen bis zum Wasser. Peppermint: Wush, sofort wach. Hatte ich so nicht erwartet. Puh. Als wenn ich mitten im Tag wäre und nicht am Anfang. Blick aufs blaue Wasser. Und es war klar, wo ich vorher noch unentschieden war, wie ich den Tag mit welchem Tool beginnen sollte. Ganz eigenartig. Mir den Ölen fühlen sich die jeweiligen 5 Minuten länger an, tiefer, und, ich weiß nicht wie besser beschreiben, der Moment bildet sich in mir wie eine Vignette, wie ein kleines Polaroid ab. Es bleibt länger bei mir, vermute ich. Wofür braucht der Körper Raum? Für solch kleine Mini-Rituale Was würde ich sagen, wenn ich heute nichts leisten müsste? Bleib sitzen. Nichts denken. Nur schauen - auf‘s winzig Kleine und ganz Große.