Millionen nutzen KI täglich – und die Umwelt zahlt einen hohen Preis
ChatGPT & Co. Rauskopiert von web.de, wurde dort aktualisiert am 03.06.2026, 19:27 Uhr Energie, Land, Wasser, Ressourcen – der ökologische Fußabdruck der KI ist gigantisch, warnen Experten. (Symbolbild) © Getty Images/Hugo Kurk Künstliche Intelligenz erleichtert den Alltag von Millionen Menschen – doch ihr "Hunger" nach Strom, Wasser und Rohstoffen wächst rasant. Experten warnen nun vor den bislang unterschätzten Umweltfolgen des globalen KI-Booms. Immer neue Fähigkeiten und Verwendungsmöglichkeiten: Das Staunen über die rasanten Fortschritte Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt kein Ende. Dabei gerät allerdings oft aus dem Blick, was für ein Energie- und Ressourcenfresser die Technologie ist, warnen Experten in einem UN-Bericht. Ebenso wie die Einsatzmöglichkeiten drohe der ökologische Fußabdruck immer größer zu werden. "Jede Interaktion beansprucht endliche Ressourcen", hieß es von der Universität der Vereinten Nationen in Kanada. "Der Start von ChatGPT im Jahr 2022 glich nichts Geringerem als einer technologischen Schockwelle", schreiben die Autoren im Bericht des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit (UNU-INWEH). Innerhalb von nur fünf Tagen habe die Konversations-KI die Marke von einer Million Nutzern überschritten – schneller als jede andere App in der Geschichte. "Plötzlich drehten sich Schlagzeilen, Vorstandsetagen, Klassenzimmer und Wohnzimmer gleichermaßen um das Thema Künstliche Intelligenz." 90 Prozent der Kapazität in den USA und China Bis Mitte 2025 hätten bereits 700 Millionen Menschen und damit etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung ChatGPT verwendet, um wöchentlich 18 Milliarden Nachrichten zu versenden. KI sei inzwischen fest in den Alltag integriert und treibe einen Großteil der digitalen Welt an – Sprachassistenten, Suchmaschinen, Empfehlungssysteme, intelligente Stromzähler und Smartphones zum Beispiel. Dabei verfügten aktuell nur 16 Prozent der Länder über KI-spezialisierte Cloud-Rechenkapazitäten, 90 Prozent dieser Kapazität konzentrierten sich auf die USA und China.