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Ehrlich nach Dänemark auswandern: Chancen, Risiken, Sprache, Alltag, Arbeit und Integration realistisch verstehen – ohne Hygge-Romantik.

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14 contributions to Auswandern nach Dänemark
Vorstellung Monika & Götz
Hej, wir sind Monika (52) und Götz (54). Wir haben zwar noch ein paar Jahre Zeit, aber wir möchten dauerhaft nach Bornholm. Aktuell lerne (vor allem ich Dänisch) und wir verschaffen uns einen Überblick über verfügbare Immobilien und Arbeitsmöglichkeiten.
0 likes • 16h
Wunderbar. Je mehr Zeit ihr euch nehmt, desto besser seid ihr vorbereitet. Allerdings würde ich euch bei den Häusern nicht viel Hoffnung machen. Die Dänen verkauf schnell und oft die Häuser. Mehr dazu gleich im Meeting. Beste Grüße
Günstige Häuser sind nicht automatisch gute Häuser
Hej zusammen, viele Deutsche stolpern irgendwann über den dänischen Immobilienmarkt und sind erst mal begeistert. Da tauchen plötzlich Häuser mit großem Grundstück auf, mit Garage, Garten, vielleicht sogar in Küstennähe. Und der Preis wirkt im Vergleich zu Deutschland fast unwirklich. Da fragt man sich schnell: „Warum machen das nicht alle?“ Die ehrliche Antwort ist: Weil ein günstiger Kaufpreis noch lange nicht heißt, dass das Haus am Ende günstig bleibt. In Dänemark sind viele Häuser auf dem Land tatsächlich deutlich billiger als in deutschen Ballungsräumen. Aber das hat fast immer Gründe. Manchmal ist es die Lage. Manchmal der Zustand. Manchmal die Energieklasse. Manchmal auch die Tatsache, dass es in der Region wenig Arbeit gibt oder viele junge Menschen wegziehen. Besonders wichtig sind aus meiner Sicht diese Punkte: 1. Energie und Heizung Viele ältere Häuser sind schlecht gedämmt, haben alte Fenster oder ein Heizsystem, das längst nicht mehr zeitgemäß ist. Im Sommer kann so ein Haus traumhaft wirken. Im Winter kann es richtig teuer werden. 2. Renovierungskosten Handwerker sind in Dänemark gut, aber teuer. Und man darf längst nicht alles selbst machen. Elektrik, Wasser, Heizung und bestimmte Bauarbeiten gehören in Fachhände. Wer das vorher nicht einplant, rechnet sich das Haus schnell schön. 3. Lage Ein Haus in Alleinlage klingt erst mal romantisch. Aber wie sieht der Alltag aus? Wo ist der nächste Arzt? Die Schule? Der Supermarkt? Der Sportverein? Die Sprachschule? Gibt es überhaupt einen brauchbaren Bus? 4. Wiederverkauf Auch daran sollte man denken: Wenn ihr in drei oder fünf Jahren doch wieder weg wollt, wie leicht bekommt ihr dieses Haus wieder verkauft? Ein günstiges Haus ist nicht automatisch ein Haus, das später auch jemand anderes haben möchte. Die wichtigste Frage beim Immobilienkauf ist deshalb nicht: „Können wir uns den Kaufpreis leisten?“ Sondern: „Können wir uns dieses Haus im Alltag, im Winter und in fünf Jahren noch leisten?“ Mein Tipp: Verliebt euch nicht zuerst in das Exposé. Prüft zuerst die Realität.
Günstige Häuser sind nicht automatisch gute Häuser
1 like • 23h
@Martina Lohan das ist eine wirklich gute Idee. Die KI kann nicht alles, aber sie kann einem durchaus auf mögliche Probleme hinweisen, die man sicher auch wegen der Sprache nicht sofort entdeckt. Vielen Dank
0 likes • 23h
@Michael Bödelt oder jetzt : https://www.skool.com/live/ddYVjPGjtRZ
2 likes • 23h
@Martina Lohan Dieses Meeting läuft immer, auch wenn keiner im Raum ist. Wenn wir mal etwas mehr sind, kann man sich dann leicht mit einem anderen verabreden und statt schreiben einfach reden., Das war die Idee dahinter
Integration beginnt nicht im Wohnzimmer, sondern im Verein
Hej zusammen, viele Auswanderer unterschätzen, wie stark der Wohnort später darüber entscheidet, ob man in Dänemark wirklich ankommt. Am Anfang denkt man an Arbeit, Haus, Schule, Behörden und Sprache. Alles wichtig, keine Frage. Aber nach ein oder zwei Jahren taucht oft eine ganz andere Frage auf: „Kennen wir hier eigentlich wirklich jemanden?“ Dänemark ist freundlich. Die Nachbarn grüßen. Kollegen helfen. Viele sprechen Englisch oder in Nordschleswig sogar Deutsch. Am Anfang kann sich das so anfühlen, als würde Integration fast nebenbei passieren. Meistens passiert sie das aber nicht. Freundlichkeit bedeutet in Dänemark nicht automatisch Nähe. Viele Dänen haben ihre Freundeskreise seit Kindheit, Schule, Studium oder Verein. Sie sind nicht verschlossen, aber sie sitzen auch nicht zu Hause und warten darauf, neue beste Freunde zu finden. Deshalb ist beim Wohnort nicht nur die Frage: „Ist es dort schön?“ Sondern auch: „Gibt es dort Orte, an denen wir regelmäßig Menschen treffen?“ Das können zum Beispiel sein: - Sportverein - Chor - Feuerwehr - Elterninitiativen - deutsche Minderheit - Sprachschule - Ehrenamt - Hundeverein - Kulturverein - lokale Veranstaltungen Gerade das dänische Vereinsleben ist ein wichtiger Schlüssel. Dort entsteht Vertrauen nicht durch große Worte, sondern dadurch, dass man regelmäßig auftaucht. Man hilft mit. Man ist da. Man wird gesehen. Und irgendwann gehört man ein Stück mehr dazu. Das dauert. Aber es funktioniert. Ein Haus weit draußen kann wunderschön sein. Keine Frage. Aber wenn man im Alltag kaum Menschen trifft, kann aus Ruhe ziemlich schnell Einsamkeit werden. Besonders im Winter. Dann ziehen sich viele Menschen stärker in Familie und alte Freundeskreise zurück. Wer bis dahin keine eigenen Kontakte aufgebaut hat, spürt die Distanz deutlich. Mein Tipp: Sucht euren Wohnort nicht nur nach Hauspreis und Landschaft aus. Fragt euch vorher: - Wo können wir Menschen kennenlernen? - Gibt es Vereine, die zu uns passen? - Gibt es Angebote für Kinder? - Gibt es eine Sprachschule in erreichbarer Nähe? - Gibt es eine lokale Gemeinschaft, in die wir uns einbringen können? - Können wir dort auch im Winter gut leben?
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Integration beginnt nicht im Wohnzimmer, sondern im Verein
Erst Arbeit suchen, dann Wohnort festlegen
Hej zusammen, einer der häufigsten Fehler beim Auswandern nach Dänemark ist: Man verliebt sich zuerst in ein schönes Haus und kümmert sich danach um die Arbeit. Ich kann das gut verstehen. Da steht plötzlich ein Haus mit großem Grundstück, vielleicht sogar in Küstennähe, zu einem Preis, der in Deutschland kaum noch realistisch wäre. Und schon läuft der Film im Kopf: Ruhe, Garten, Meer, endlich Platz. Nur beginnt genau da oft das Problem. Die wichtigste Frage ist nicht: „Wo ist es am schönsten?“ Sondern: „Wo finde ich Arbeit, und zwar nicht nur bei einem einzigen Arbeitgeber?“ Der erste Job in Dänemark muss nicht der letzte sein. Vielleicht passt die Stelle doch nicht. Vielleicht läuft der Vertrag aus. Vielleicht merkt man nach einem Jahr, dass man beruflich noch einmal wechseln möchte. Dann wird wichtig, ob es in erreichbarer Nähe mehrere passende Arbeitgeber gibt. Gerade auf dem Land kann das schwierig werden. Ein günstiges Haus hilft wenig, wenn der nächste realistische Arbeitsplatz 60 oder 80 Kilometer entfernt liegt. In Deutschland nehmen viele solche Strecken irgendwie hin. In Dänemark wird das oft anders gesehen. Freizeit, Familie und Vereinsleben haben dort einen höheren Stellenwert. Wer jeden Tag lange im Auto sitzt, verliert schnell genau das, was viele in Dänemark eigentlich suchen: mehr Lebenszeit. Deshalb mein Tipp: Plant den Wohnort nicht um ein Haus herum. Plant ihn um euer echtes Leben herum. Schaut euch vorher an: Welche Branchen gibt es in der Region? Gibt es mehrere mögliche Arbeitgeber? Wie weit wäre der Arbeitsweg wirklich? Welche Alternativen habt ihr, falls der erste Job nicht bleibt? Ist Homeoffice rechtlich und praktisch realistisch? Gibt es Sprachschule, Vereine und die wichtigsten Dinge für den Alltag in der Nähe? Ein schönes Haus kann warten. Ein funktionierender Alltag nicht. Meine klare Empfehlung: Erst klären, wo ihr beruflich wirklich Chancen habt. Dann dort den passenden Wohnort suchen. Nicht andersherum. Wer diese Reihenfolge einhält, erspart sich später viel Stress.
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Erst Arbeit suchen, dann Wohnort festlegen
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Ben Hansen
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@ben-hansen-9287
Unternehmensberater und Autor, lebe seit vielen Jahren in Dänemark und helfe Auswanderern https://bit.ly/4g8vQIG

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Joined Jun 29, 2026
ENTJ
Kopenhagen