Ordnung durch Standort – Wie der Mittelstand den Rahmen stärkt
Ordnungspolitischer Preis 2025 – Wettbewerbsbeitrag Titel: Ordnung durch Standort – Wie der Mittelstand den Rahmen stärkt Einleitung – Das stille Ordnungswunder des Mittelstands Ordnungspolitik beginnt nicht in Ministerien – sondern dort, wo Unternehmer Verantwortung für Räume übernehmen. Wer in unsicheren Zeiten langfristig investiert, setzt auf Regeln, nicht auf Zuschüsse. Was wie ein leiser Satz klingt, ist in Wahrheit ein politischer Imperativ. Denn viele ordnungspolitische Debatten unserer Zeit kreisen um die großen Systeme: Inflation, Klima, Staatsverschuldung. Dabei bleibt oft unbeachtet, dass die Ordnung unserer Wirtschaft dort beginnt, wo Unternehmer sich bekennen – zu einem Ort, zu einer Region, zu einem langfristigen Aufbau. Und genau hier liegt die Kraft eines weithin übersehenen Instruments: der Standortentscheidung des Mittelstands. Denn Standortplanung ist keine bloße Immobilienfrage. Sie ist gelebte Ordnungspolitik – dann nämlich, wenn Eigentum, Planungssicherheit und Fachkräftebindung zusammenwirken und ohne staatliche Lenkung Werte geschaffen werden, die bleiben. "Der Staat soll weder den Wirtschaftsprozess zu steuern versuchen, noch die Wirtschaft sich selbst überlassen: Staatliche Planung der Formen – ja; staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsprozesses – nein."— Walter Eucken, ORDO Jahrbuch, Vorwort zum ersten Band Diese Grundhaltung ist heute aktueller denn je. Sie fordert nicht Rückzug des Staates, sondern Klarheit über seine Rolle: Regeln setzen, nicht lenken. Ordnungspolitische Prinzipien und ihre Dezentralität Was ist Ordnungspolitik im Sinne Euckens oder Hayeks? Ganz einfach: Der Staat schafft die Regeln – aber er greift nicht ins Spiel ein. Er schafft Verlässlichkeit, keine Versprechen. Er setzt Rahmenbedingungen, keine Subventionen. Und er respektiert die Selbstverantwortung derer, die diese Ordnung mit Leben füllen: Unternehmer, Bürger, Kommunen. In dieser Sichtweise wird Wirtschaft nicht gesteuert, sondern ermöglicht. Doch gerade das braucht Mut: Ordnungspolitik setzt auf das Wissen der Vielen. Auf dezentrale Entscheidungen. Auf freie Auswahl unter fairen Bedingungen. Und nirgendwo zeigt sich dieses Prinzip so konkret wie in der Frage: Wo siedelt sich ein Unternehmen an? Welche Region bietet langfristige Perspektive? Welche Kommune wird Teil der eigenen unternehmerischen Biografie?