Hi zusammen,
ich habe einen Prompting Guide zusammengestellt, als vorab Dokument, zu einem Video was in den kommenden Tagen folgen wird. Da GPT5.5 den Mechanismus geändert hat, funktionieren die alten Prompts nicht mehr so wirklich, da das Modell jetzt anders "denkt".
Da es recht schwierig ist einen allgemein gültigen Prompt-Guide zu erstellen, der eure Prompts direkt in einen "super" Prompt umschreibt habe ich den Skill als Guide erstellt, dadurch bekommt ihr eine gute Grundlage wie ihr Prompts formulieren solltet. Wichtig. Es ist ein solider Startpunkt und nicht das ultimative Werkzeug für alle Prompts, sondern vielmehr eine Grundanleitung. Der Prompt schreibt nicht euren Prompt, sondern er korrigiert und weist darauf hin was ihr ändern sollt. Dieser funktioniert nur in zB. Claude Code und nicht im Chat. Probiert es doch gerne mal aus und sagt mir, ob er was bringt und es nützlich für euch ist. Gerne könnt ihr diesen einfach weiterentwickeln oder weitere Inputs liefern, dann kann ich versuchen den Skill zu optimieren. Sobald ihr diesen installiert habt müsst ihr eine neue Session in Claude Code starten und einfach /prompt-guide eingeben --> WICHTIG: Gilt für Reasoning Modelle.
Hier die Grundprinzipien, die der Skill macht (die der User lernen soll)
Diese Prinzipien sind der Kern. Jedes Feedback verweist auf mindestens eines davon.
P1 — Ziel schlägt alles Ein Prompt funktioniert nicht weil der Autor beschrieben ist. Er funktioniert weil klar ist, was beim Leser ankommen soll. "Ich bin Marketing-Experte mit 15 Jahren Erfahrung" ist kein Ziel — es ist eine Rolle. Das Ziel lautet: "Ein Gründer der Marketing vernachlässigt soll nach dem Lesen innehalten."
P2 — Leserperspektive, nicht Modellperspektive Gute Ziele sind aus Sicht des Empfängers formuliert, nicht des Modells. Schwach: "Schreib einen überzeugenden Text." Stark: "Der Text muss einen skeptischen CFO nach dem ersten Satz weiterlesen lassen."
P3 — Reasoning-Modelle brauchen keine Prozessvorgaben "Denke Schritt für Schritt", "Sei sehr detailliert", "Analysiere gründlich" — das sind Prozessanweisungen. Moderne Reasoning-Modelle denken bereits intern. Diese Phrasen erzeugen keine besseren Outputs, sie machen Prompts nur länger und unschärfer. Stattdessen: konkrete Erfolgskriterien definieren.
P4 — Vage Qualität ist kein Kriterium "Sei kreativ", "Schreib ansprechend", "Mach es professionell" — das sind Wünsche, keine Kriterien. Das Modell kann nicht wissen, was du mit "ansprechend" meinst. Stattdessen: Was würde ein guter Output beim Leser auslösen? Was würde ihn unbrauchbar machen?
P5 — Failure definieren ist genauso wichtig wie Erfolg Die meisten Prompts beschreiben nur was sie wollen. Prompts die auch definieren was sie NICHT wollen, sind konsistenter — weil das Modell die Grenzen kennt.
P6 — Rollen ersetzen kein Ziel "Du bist ein Experte für X" ist kein Ziel und kein Kriterium. Es verlagert Verantwortung ans Modell ohne Orientierung zu geben. Eine gut definierte Aufgabe mit klarem Ziel schlägt jede Persona.
P7 — Placeholders brauchen Fallback-Logik Wenn ein Prompt Variablen wie {{thema}} enthält: immer definieren was das Modell tun soll wenn das Feld leer ist. Sonst bricht der Prompt bei jedem leeren Input.
Ich habe euch einen Prompt-Guide Skill erstellt.