Warum ist es oft am schwersten, die eigene Medizin zu nehmen?
Hallo zusammen, ein Paradox, das mich immer wieder beschäftigt: Menschen können anderen hochwirksam helfen und scheitern gleichzeitig daran, dieselben Prinzipien bei sich selbst anzuwenden. Ein klassisches Beispiel ist Milton H. Erickson. Er half unzähligen Menschen unter anderem bei psychosomatischen Beschwerden. Gleichzeitig litt er selbst unter einer starken Pollenallergie und zog sich sogar in die Wüste zurück, um den Symptomen zu entgehen. Fachlich war das Wissen da. Die Wirksamkeit bei anderen auch. Bei sich selbst blieb es dennoch begrenzt. Meine Frage an euch: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Bei euch selbst oder bei anderen Experten, Coaches, Therapeuten, Ärzten? Und vor allem: Wie erklärt ihr euch dieses Phänomen aus neurowissenschaftlicher Sicht? Liegt es an Zustandsabhängigkeit, Gewohnheitsnetzwerken, Selbstschutzmechanismen oder etwas ganz anderem? Ich bin gespannt auf eure Perspektiven und Modelle