Die Statin-Industrie verteufelt seit Jahrzehnten das LDL-Cholesterin als öffentlichen Feind Nummer 1 und verdient Milliarden mit Cholesterinsenkern. Das lässt sich immer schwerer aufrecht erhalten. Deshalb soll nun Rest-Cholesterin plötzlich der wahre Übeltäter sein.
Früher war es das Gesamtcholesterin, dann das LDL, dann ApoB, dann Lp(a) – und jetzt eben Rest-Cholesterin. Jede dieser „Entdeckungen“ wurde mit dem Versprechen verkauft, die letzte Lücke in der Risiko-Erklärung zu schließen. Doch trotz Jahrzehnten der medikamentösen Cholesterinsenkung bleiben Herz-Kreislauf-Ereignisse auf einem konstant hohen Niveau.
Wie Demasi in ihrer Analyse feststellt, ist das, was die Branche als „Residualrisiko“ bezeichnet, in Wahrheit das Scheitern ihrer eigenen Theorie. Anstatt die Hypothese selbst zu hinterfragen, wird einfach ein neuer Marker als „neues Behandlungsziel“ definiert, um den Verkauf der nächsten Generation von Medikamenten anzukurbeln