๐๐๐ซ๐ฎ๐ฆ ๐๐๐ฎ๐๐ง ๐ฌ๐จ๐ฅ๐๐ก๐ ๐๐ง๐ญ๐๐ซ๐ง๐๐ก๐ฆ๐๐ง ๐ฌ๐ญ๐๐ญ๐ญ๐๐๐ฌ๐ฌ๐๐ง ๐๐ข๐ ๐๐ง๐ ๐๐๐ซ๐ฌ๐จ๐ซ๐ ๐ฎ๐ง๐ ๐ฌ๐ฌ๐ฒ๐ฌ๐ญ๐๐ฆ๐ ๐๐ฎ๐?
Diese Frage finde ich fรผr mittelstรคndische Unternehmer ziemlich interessant.
Ein Blick zurรผck:
Bereits 1982 verfรผgte die Unterstรผtzungskasse von Daimler-Benz รผber ein Vermรถgen von rund 2,5 Milliarden D-Mark.
Das steht nicht in irgendeiner Werbebroschรผre.
Es steht im Geschรคftsbericht von Daimler-Benz.
Mehr als 40 Jahre spรคter gibt es bei Mercedes-Benz weiterhin eigene Strukturen fรผr die betriebliche Altersversorgung โ unter anderem einen eigenen Pensionsfonds.
Und Mercedes ist damit kein Einzelfall.
Bosch hat seine betriebliche Altersversorgung รผber Jahrzehnte ebenfalls immer weiterentwickelt und 2002 sogar den ersten unternehmenseigenen Pensionsfonds der deutschen Industrie gegrรผndet.
Heute stehen hinter dem Bosch Vorsorge Plan 11,4 Milliarden Euro Anlagevermรถgen.
Noch interessanter finde ich die langfristigen Zahlen:
Im Anlagesegment bis zum 55. Lebensjahr wurden seit Grรผndung durchschnittlich rund 6 % pro Jahr erzielt.
Im Anlagesegment fรผr die รผber 55-Jรคhrigen knapp 4 % pro Jahr.
Und jetzt kommt die Frage, die mich daran eigentlich interessiert:
Warum dieser Aufwand?
Warum beschรคftigen sich Unternehmen wie Bosch und Mercedes selbst so intensiv mit der Finanzierung und Organisation ihrer betrieblichen Altersversorgung?
Sie kรถnnten das Thema schlieรlich auch einfach an externe Anbieter abgeben.
Offensichtlich kann betriebliche Altersversorgung aber mehr sein als:
Arbeitgeber zahlt Beitrag.
Geld geht raus.
Mitarbeiter bekommt irgendwann eine Rente.
Groรe Unternehmen betrachten Altersversorgung seit Jahrzehnten auch als langfristige Finanzierungs-, Kapitalanlage- und Gestaltungsaufgabe.
Natรผrlich kann ein mittelstรคndisches Unternehmen keinen eigenen Pensionsfonds mit Milliardenvermรถgen grรผnden.
Darum geht es auch gar nicht.
Aber warum sollte der Grundgedanke nur fรผr Groรkonzerne gelten?
Warum sollte ein Unternehmer mit 30, 50 oder 100 Mitarbeitern nicht ebenfalls zuerst รผberlegen:
Wie soll meine betriebliche Altersversorgung grundsรคtzlich aufgebaut sein?
Wo arbeitet das dafรผr eingesetzte Kapital?
Welche Kosten entstehen?
Welche Haftung รผbernehme ich?
Wie flexibel bleibt mein Unternehmen?
Und erst danach:
Welches Produkt kaufe ich?
Vielleicht ist genau das eines der grรถรten Missverstรคndnisse bei der bAV.
Groรe Unternehmen bauen Versorgungssysteme.
Mittelstรคndlern werden hรคufig zuerst Produkte angeboten.
Dabei sollte die erste Frage fรผr beide eigentlich dieselbe sein:
Welche Versorgungsstruktur passt wirtschaftlich zu meinem Unternehmen?
Quellen: Daimler-Benz Geschรคftsbericht 1982; Mercedes-Benz Group; Bosch Media Service, Stand Bosch-Zahlen 31.12.2024