𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞 𝟐: 𝐖𝐢𝐞 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐤 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐈𝐧𝐧𝐞𝐧𝐟𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫𝐚𝐟𝐭 𝐈𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐛𝐀𝐕?
Verliert Ihr Unternehmen unnötig Kapital, das seine eigene Finanzierungskraft stärken könnte?
Viele Unternehmer beschäftigen sich bei der betrieblichen Altersversorgung vor allem mit Renditen, Garantien oder Arbeitgeberzuschüssen.
Das ist nachvollziehbar.
Doch eine entscheidende Frage bleibt häufig unbeantwortet:
Welche Auswirkungen hat der gewählte Durchführungsweg auf die Finanzierungskraft meines Unternehmens?
Nehmen wir zwei Unternehmen.
Beide investieren jedes Jahr den gleichen Betrag in die betriebliche Altersversorgung ihrer Mitarbeiter.
Der Unterschied liegt nicht in der Höhe der Beiträge.
Der Unterschied liegt darin, wo das Kapital nach der Einzahlung arbeitet.
Bei einem Durchführungsweg verlässt das Kapital das Unternehmen dauerhaft.
Bei einem anderen kann das Kapital – je nach gewählter Gestaltung – wirtschaftlich weiterhin zur Stärkung des Unternehmens beitragen.
Die Altersversorgung der Mitarbeiter bleibt das Ziel.
Doch gleichzeitig kann sich die Wirkung auf das Unternehmen erheblich unterscheiden.
Gerade in Zeiten steigender Finanzierungskosten und zurückhaltender Kreditvergabe gewinnt eine starke Innenfinanzierung zunehmend an Bedeutung.
Deshalb lautet die zweite Entscheidungsfrage nicht nur:
„Wie hoch ist die spätere Betriebsrente?“
Sondern auch:
„Verliert mein Unternehmen unnötig Kapital, das seine eigene Finanzierungskraft stärken könnte?“
Aus meiner Sicht sollte eine betriebliche Altersversorgung nicht nur unter dem Aspekt der Versorgung bewertet werden.
Sie sollte auch danach beurteilt werden, welche betriebswirtschaftlichen Auswirkungen sie auf Liquidität, Finanzierung und unternehmerische Handlungsfreiheit hat.
Wie sehen Sie das?
Sollte eine betriebliche Altersversorgung ausschließlich die Versorgung der Mitarbeiter im Blick haben – oder darf sie gleichzeitig auch die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens stärken?
Fortsetzung folgt …
Die 17 Entscheidungsfragen zur bAV – Folge 3:
Wer entscheidet eigentlich über das angesparte Kapital – Sie oder ein Dritter?