Wenn KI "kostenlos" ist - wer zahlt wirklich den Preis?
Ein Gedanke, der mich nicht loslässt: Wenn ein KI-Dienst kostenlos ist, womit wird er dann finanziert? In vielen Fällen: mit euren Daten. Ich sehe es regelmäßig in Entwickler-Communities - Firmen-Code, Kundendaten, interne Analysen werden in kostenlose Web-UIs von Sprachmodellen eingegeben. Das passiert nicht aus Böswilligkeit. Es passiert, weil es so schnell und bequem ist. Aber die Konsequenzen können erheblich sein: 1️⃣ Datenweitergabe an KI-Anbieter - was mit den Daten genau passiert, steht im Kleingedruckten 2️⃣ Mögliche Nutzung zum Training zukünftiger Modelle (bei manchen Anbietern standardmäßig aktiviert) 3️⃣ DSGVO-Risiken, wenn personenbezogene oder geschäftliche Daten das EU-Territorium verlassen Was sind die Alternativen? • Enterprise-Tarife mit Data-Privacy-Garantien (z. B. Claude for Work, ChatGPT Enterprise) - hier werden Daten nicht zum Training genutzt • Lokale Modelle wie Llama 3, Mistral, Phi-3 via Ollama oder LM Studio - die Daten verlassen das eigene Gerät nie • Self-hosted Lösungen auf eigener Infrastruktur - maximale Kontrolle, DSGVO-konform Der Reifegrad lokaler Modelle hat sich 2025 dramatisch verbessert. Für viele Aufgaben im Unternehmensalltag sind sie heute absolut ausreichend. Meine Frage an euch: Welchen Ansatz verfolgt ihr in eurem Unternehmen beim Thema Datenschutz mit KI? Setzt ihr auf Enterprise-Tarife, lokale Modelle oder etwas anderes?