25 Minuten zu spät. Der Filialleiter steht daneben. Und keine einzige Notiz in der Hand, die belegt, dass es schon vorher Probleme gab. Genau diese Situation beschreibe ich in Kapitel 8 meines Buches. Ein Ausbilder hat seine Azubi zweimal mündlich ermahnt, wegen Zuspätkommens. Nirgendwo aufgeschrieben. Als es dann drauf ankommt, kann er nichts belegen. Kennen Sie das? Fehlzeiten fallen selten mit einem Knall auf. Sie schleichen sich ein. Und dann steht man da, ohne Grundlage für ein klares Gespräch. Was in dem Beispiel danach funktioniert hat: Der Ausbilder sucht das Gespräch, zeigt seine Notizen (die er ab da konsequent führt), fragt nach dem Grund statt Vorwürfe zu machen. Ergebnis: eine unzuverlässige Bahnverbindung war die Ursache. Lösung: frühere Verbindung, schriftlich vereinbart. Der Punkt daran: Nicht das Gespräch hat den Unterschied gemacht. Die Dokumentation davor hat es ermöglicht, sachlich zu bleiben statt vorwurfsvoll zu werden. Drei Fragen aus dem Kapitel, die ich Ihnen zur Reflexion mitgebe: 📝 Dokumentieren Sie Fehlzeiten konsequent, ab dem ersten Vorfall? 📝 Fragen Sie nach, wenn jemand häufig krank ist, oder nehmen Sie es einfach hin? 📝 Ab wann sprechen Sie ein Verhalten an: beim dritten Mal oder erst beim zehnten? Im Buch gehe ich außerdem auf den rechtlichen Rahmen ein: Entgeltfortzahlung, Abmahnung, BEM-Pflicht ab 30 Krankentagen im Jahr. Kein Theoriekram, sondern das, was Sie im Alltag als Ausbilder wirklich brauchen. Wer sich das komplette Buch holen will: "Praxisleitfaden für Ausbilder und Lehrkräfte – schwierige Azubis verstehen, Ausbildungsabbrüche vermeiden und souverän führen" 👉 Ausbilderhandbuch Wie handhaben Sie Fehlzeiten in Ihrem Betrieb? Schreiben Sie's in die Kommentare, mich interessiert, wie unterschiedlich die Ansätze in verschiedenen Branchen sind. Transparenz-Hinweis: Werbung in eigener Sache / eigenes Angebot.